Fit-ab-50-Gruppe in Polen
Per Rad durch Niederschlesien

Everswinkel -

Unter dem Motto „Alte Heimat – neue Heimat“ machten sich neun Teilnehmer der Gruppe „Fit ab 50“ – darunter auch drei Bewohner des Hauses St. Vitus – auf eine neuntägige Radtour durchs polnische Niederschlesien. Per Zug ging es von Hamm nach Görlitz an der polnischen Grenze. Am dortigen Bahnhof startete die Radtour über die Neiße zum ersten Quartier ins Zgorzelec. Vorbereitet mit einem kleinen Sprachführer mit den wichtigsten polnischen Vokabeln, musste für eine Woche das Leben gemeistert werden.

Donnerstag, 11.10.2018, 17:04 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 17:04 Uhr
Die Fit-ab-50-Reisegegruppe vor der beeindruckenden Friedenskirche im polnischen Schweidnitz.
Die Fit-ab-50-Reisegegruppe vor der beeindruckenden Friedenskirche im polnischen Schweidnitz. Foto: Fit ab 50

Tourleiter war Karl Stelthove, als Navigator führte Klaus Ruch die Radler, wobei das Radwegenetz in Polen nicht vergleichbar mit den münsterländischen Standards ist. Gleich am ersten Tag führte der Radweg auch schon einmal über ein abgeerntetes Maisfeld. Nach 50 Kilometern erreichte die Gruppe Boleslawiec (Bunzlau), das bekannt ist für seine Keramikmanufakturen.

Die nächste Tagesetappe führte nach Glogów (Glogau) an der Oder, wobei ein Teilstück mit dem Zug absolviert wurde. Vor Jahren führten die SC-DJK-Handballer mit dem Gymnasium in Glogau einen Jugendaustausch durch. Abends fand ein Treffen mit der polnischen Deutschlehrerin Joanna Hassa statt, die die polnischen Jugendlichen unter anderem zum Weltjugendtag in Köln begleitet hatte. Dabei konnten mit Stelthove Erinnerungen ausgetauscht werden. Per Zug und auf dem Rad ging‘s weiter für zwei Übernachtungen nach Wroclaw (Breslau). Dass dort an die Radfahrer gedacht wird, zeigen die neuen, rot markierten Radwege entlang der Hauptstraßen, allerdings ist das Radwegenetz noch lückenhaft und man muss sich seinen Weg mit dem Fahrrad über Straßen und Bürgersteige suchen. Eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung zahlreicher Sehenswürdigkeiten wie Rathausplatz, Markthalle, Universität, Dom und Jahrhunderthalle beeindruckte die Radler.

Die folgende Tagesetappe führte nach Strzelin (Strehlen). Bei hochsommerlichen Temperaturen verlangten diese 50 Kilometer allen einiges ab. Mit dem Besuch der Behinderteneinrichtung Celestyn am nächsten Tag folgte ein weiterer Höhepunkt der Reise. In privater Initiative bauten die beiden Schwestern Kristina und Malgorzata Kobel unter anfänglich schwierigsten Bedingungen eine Behinderteneinrichtung auf, die in den Folgejahren zum Vorzeigeprojekt in Polen erweitert wurde. Zahlreiche Auszeichnungen belegen die hervorragende Arbeit. Die etwa zweistündige Führung übers gesamte Gelände beeindruckte die Vitus-Dörfler. Danach stand die Weiterfahrt nach Swidnica (Schweidnitz) an; unterwegs wurde noch die internationale Begegnungsstätte in Krzysowa (Kreisau) besucht. In Schweidnitz hinterließ der Besuch der Friedenskirche – in Fachwerkbauweise errichtet und Teil der UNESCO-Weltkulturerbeliste – nachhaltige Eindrücke.

Vom Bahnhof Strzegom (Striegau) ging‘s mit dem Zug über Liegnitz und Görlitz zunächst nach Dresden. Die für den folgenden Tag vorgesehene Heimfahrt fiel aufgrund eines Buchungsfehlers der Deutschen Bahn aus. Nach zusätzlicher Übernachtung (auf Kosten der DB) in Dresden startete die Rückfahrt früh morgens um 5.14 Uhr in Nahverkehrszügen mit vier Umstiegen.

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