Kultur-Tour des Bildungswerks
Koptische Kirche kennengelernt

Everswinkel -

Rund 75 klösterliche Einrichtungen gibt es in Ostwestfalen-Lippe, die sich unter der Dachmarke „Klosterlandschaft OWL“ zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Zwei davon lernten die Teilnehmer des Katholischen Bildungswerkes Everswinkel-Alverskirchen kennen.

Donnerstag, 18.10.2018, 07:50 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 07:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 07:50 Uhr
Erstes Ziel der Bildungswerk-Fahrt war das Kloster in Höxter-Brenkhausen. Das Bild zeigt die Gruppe in der Kapelle der Anlage.
Erstes Ziel der Bildungswerk-Fahrt war das Kloster in Höxter-Brenkhausen. Das Bild zeigt die Gruppe in der Kapelle der Anlage.

Zunächst besuchte die Gruppe das Kloster in Höxter-Brenkhausen. Bischof Anba Damian begrüßte die Teilnehmer im Namen der koptisch-orthodoxen Kirche persönlich. „Wir christlichen Kirchen brauchen einander, um voneinander zu lernen und uns gegenseitig zu stärken“, ist Bischof Anba Damian überzeugt. Auch wenn die koptisch-orthodoxe Kirche mit 20 Millionen Christen – allein 18 Millionen davon leben in Ägypten – zahlenmäßig keine große Gruppe darstelle, sieht der Bischof ihre Bedeutung darin, dass Ägypten das Ursprungsland des Mönchtums sei.

Die koptische Kirche sei eine Märtyrerkirche, die die größte Anzahl christlicher Märtyrer aufweise. Um 300 n. Christus seien viele Klöster in Ägypten entstanden, und sie markierten so den Ursprung des Mönchtums. Viele Mönche hätten als sogenannte Wüstenväter gewirkt wie auch der Heilige Antonius. Der Heilige Benedikt beziehe sich auch auf die Ordensregeln der so genannten Wüstenväter.

Gruppenfoto mit dem Bischof Anba Damian vor der Klosterpforte.

Gruppenfoto mit dem Bischof Anba Damian vor der Klosterpforte.

Nach der persönlichen Einführung in das Klosterleben führte Bischof Anba Damian die Gruppe durch das weitläufige Kloster. Das Kloster Brenkhausen wurde um 1245 gegründet und zunächst von Zisterzienserinnen und später von Benediktinerinnen bewohnt. Nach der Säkularisation im 19. Jahrhundert stand es viele Jahre leer und war dem Verfall preisgegeben. 1993 wurde das Kloster von der koptischen Kirche erworben und wird seitdem unter der Leitung von Bischof Anba Damian liebevoll und fachkundig nach den Standards der Denkmalbehörde saniert und renoviert, teilt das Bildungswerk in seiner Presseinformation über die Fahrt mit. Die ehemalige Klosterruine ist mittlerweile zu einem beliebten Ausflugsziel und Tagungsort geworden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Kloster fuhren die Teilnehmer zur Kulturstiftung Marienmünster. Dort konnten die Ausflügler die besondere Aura eines der zentralen Orte der Klosterregion im Kreis Höxter, die abgeschiedene Ruhe der bezaubernden umgebenden Landschaft und nicht zuletzt den Komfort eines von Grund auf sanierten historischen Gebäudekomplexes genießen. Den Besuchern wurde in einem Zusammenspiel aus Originalobjekten, Repliken, Texten, Bildern und filmischen Sequenzen die vielfältige und lebendige monastische Vergangenheit und Gegenwart der Region vermittelt. Anschließend besuchten die Gruppe den Abteigarten, der 2014 nach benediktinischen Grundsätzen neu angelegt wurde. Die Abteikirche St. Jakobus d. Ä. mit Wurzeln aus dem 12. Jahrhundert war mit Unterbrechungen immer ein monastischer Standort und ist heute katholische Pfarrkirche. Die Besucher konnten die idyllische Lage im Zentrum der Klosterlandschaft erleben und bewunderten die barocke Ausstattung mit dem geschmiedeten Lettner-Gitter. „Ich bin richtig begeistert und sichtlich angetan von der gelungenen Kultur-Tour“, meinte ein Teilnehmer nach der Fahrt in die Klosterlandschaft Ostwestfalen-Lippe.

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