Tipps und Tricks gegen das Chaos im Haushalt
Ausmisten als ein Befreiungsschlag

Everswinkel -

Ina Fürstenau ist ein Profi, was Ordnung und Struktur angeht. Auf Einladung der VHS vermittelte die Münsteranerin unter dem Motto „Gestern Chaos – Heute Coaching – Morgen entspannt leben“ im Tipps und Tricks. Offenbar gibt es im Vitus-Dorf nicht allzu viele „chaotische“ Haushalte, denn lediglich sieben Frauen fanden den Weg ins Everswinkeler Rathaus. „Ich wollte mal gucken, ob ich hier heute etwas dazulernen kann“, oder „Ich war gespannt auf die Anregungen“, begründeten zwei Besucherinnen ihr Interesse.

Freitag, 09.11.2018, 07:50 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 07:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 07:50 Uhr
Ina Fürstenau spannte einen interessanten Bogen vom Reinigen übers Aufräumen bis hin zum Ausmisten im Haushalt.
Ina Fürstenau spannte einen interessanten Bogen vom Reinigen übers Aufräumen bis hin zum Ausmisten im Haushalt. Foto: Marion Bulla

Zunächst erörterte die Hauswirtschaftsmeisterin ihre Arbeit. Es geht um aufräumen, reinigen und ordnen. Und das im heilsamen Sinn, denn sein Zuhause auszumisten sei oftmals wie ein echter Befreiungsschlag. Als „Bibel“ für alle Ordnungsfreaks empfahl Fürstenau das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo. Vor allem von der speziellen Art der Autorin, ihre Wäsche zu falten, zeigte sich die Expertin begeistert. „Sie legt alles so zusammen, dass es steht. Sogar ihre Socken. Es ist Platz sparend, strapaziert das Material weniger und auch beim Koffer packen sehr hilfreich“, erklärte die referentin und führte die Methode auch gleich vor. „Das muss ich ausprobieren“, hörte man danach aus den Reihen des Publikums.

Man solle sich einfach öfter fragen, ob man dieses oder jenes wirklich brauche, betonte Fürstenau, bevor sie vom Entrümpeln kurz zum Reinigen überging. „Meiner Meinung nach sind der Hausmeister und das Reinigungspersonal die wichtigsten Leute in einem Betrieb. Man merkt erst, was sie leisten, wenn sie fehlen“, bilanzierte die dreifache Mutter.

Anhand von drei Fallbeispielen machte sie deutlich, wie unterschiedlich ihre Arbeit als Haushalts-Coach ist. Die Münsteranerin erzählte vom so genannten Messie-Syndrom. Von einer intelligenten Frau von 39 Jahren, die ihre Wohnung komplett zumüllte. Stück für Stück habe sie das Zuhause vom Chaos befreit, erzählte Fürstenau und fügte an, dies sei eine langwierige Sache und nur mit Hilfe von Therapeuten möglich.

Wenn kleine Kinder in der Wohnung seien, dann gehe es um Struktur. „Die Haushaltsabläufe müssen genau analysiert werden“, erörterte Fürstenau und ergänzte, am besten sei es, sich einen bestimmten Rhythmus anzugewöhnen. Immer gelte, man müsse nur anfangen mit dem Aufräumen. Und wenn es nur zehn Minuten am Tag seien. Gut sei auch, den Kalender zu nutzen. Beispielsweise immer am 1. des jeweiligen Monats die Betten neu zu beziehen oder am 15. Fenster zu putzen. „Es geht darum, sich mental auf die Aufgaben vorzubereiten und sich schon heute zu fragen, was morgen anliegt“, weiß Fürstenau aus Erfahrung. Oder stets abends die Küche sauber zu machen. „Das ist eine Übungssache, und man gewöhnt sich schließlich so daran, wie ans abendliche Zähneputzen. Bis diese Phase erreicht ist, dauert es allerdings mindestens 60 Tage“, bemerkte die Fachfrau. „Wie ich arbeite und was, das ist oftmals komplett unterschiedlich. Der Haushalt ist das System der darin lebenden Menschen“, erklärte die Referentin am Ende.

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