Kulturabend „Bühne frei!“
Erfrischender Mix zum Abschluss

Everswinkel -

Der Kulturkreis Everswinkel beweist immer das richtige Gespür, wenn es darum geht, Künstler für „Bühne frei!“ zu gewinnen. Auch beim letzten Kleinkunst-Abend des Jahres trafen die Organisatoren um Susanne Müller mit ihrer Auswahl mitten ins Schwarze. Die Besucher waren hin und weg von dem musikalischen Mix aus Klassik, Rock und Folklore der 31. Auflage. Das Programm im Gasthof Diepenbrock war an diesem Abend durchweg musikalischer Natur.

Montag, 03.12.2018, 07:46 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 15:24 Uhr
Begeistertes Publikum bei „Bühne frei“: Als großartiger Solokünstler sang Moritz Schmidt von der Liebe, aber auch von den unvermeidbaren Leiden bei eben dieser. Anne-Marie Grages Instrument ist das Akkordeon, das sie bestens beherrscht. Sie hatte wunderbare Lieder im Gepäck. Die Band „Tues 5“ zeigte ihr umfangreiches Repertoire und spielte unter anderem „Another Brick of the Wall“ von Pink Floyd. Viktoria Bedke überzeugte mit klassischen und rockigen Werken am Klavier. Susanne Müller verkündete ihren Abschied von „Bühne frei!“ (Fotos von li. oben im Uhrzeigersinn).
Begeistertes Publikum bei „Bühne frei“: Als großartiger Solokünstler sang Moritz Schmidt von der Liebe, aber auch von den unvermeidbaren Leiden bei eben dieser. Anne-Marie Grages Instrument ist das Akkordeon, das sie bestens beherrscht. Sie hatte wunderbare Lieder im Gepäck. Die Band „Tues 5“ zeigte ihr umfangreiches Repertoire und spielte unter anderem „Another Brick of the Wall“ von Pink Floyd. Viktoria Bedke überzeugte mit klassischen und rockigen Werken am Klavier. Susanne Müller verkündete ihren Abschied von „Bühne frei!“ (Fotos von li. oben im Uhrzeigersinn). Foto: Marion Bulla

Den Anfang machte Viktoria Bedke. Ein wenig zaghaft setzte sich die 18-Jährige ans Klavier. Was dann kam, war beeindruckend. Ihr Spiel kann man wohl als virtuos bezeichnen. Sie griff in die Tasten wie ein Profi. Die Freckenhorsterin spielte unter anderem Chopin, Tschaikowski und Rachmaninow. Mit einer ganz besonderen Version von „Pirates of the Caribbean“ beschloss die begabte Pianistin ihren mit viel Applaus belohnten Auftritt.

Dann betrat Moritz Schmidt die Bühne. Der Songwriter ist erst seit gut einem Jahr als Solokünstler unterwegs. „Ihr seid heute meine Band“, sagte er in Richtung Publikum und griff zur Akustikgitarre. Der Groove begann. Er sang sich seinen Schmerz, aber auch seine Lebensfreude von der Seele. Alle Texte stammen aus seiner Feder. Moritz Schmidt sang von großen Gefühlen wie Einsamkeit, Liebe, Eifersucht und von seiner blonden Ex-Freundin. „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, heißt das Stück und da durfte die Zuhörerschaft dann auch unterstützend eingreifen und den Refrain mitsingen. Eine Zugfahrt hat ihn ebenfalls zu einem Song inspiriert. „Zwischen den Scheiben“ heißt das eher nachdenkliche Werk. Der sympathische Münsteraner ist übrigens im „wahren“ Leben Arzt.

Nach der Pause ging es rockig zu auf der Everswinkeler Kleinkunst-Bühne. „Tues 5“ eroberten die Herzen der Besucher im Sturm. Gleich zu Anfang bei „All right now“ von „Free“ stimmte das Publikum kräftig mit ein. Pink Floyd hatte die Telgter Band ebenso im Repertoire, und gleich zwei Stücke. Natürlich war „Another Brick in the Wall“ mit dabei. Als Zugabe gab es noch „Cocaine“ von Eric Clapton auf die Ohren. Ein echter Hörgenuss.

Etwas leiser, aber nicht minder unterhaltend war der Auftritt von Anne-Marie Grage . Ihr Instrument ist das Akkordeon, das sie beherrscht wie kaum eine Zweite. Gut gelaunt und ganz ohne Berührungsängste lief sie mal durch die Reihen der Zuschauer oder begeisterte diese zum einen mit ihrer Musik aber auch mit ihrem ansteckenden Lächeln – dabei immer die Quetschkommode vor der Brust. Grange spielte unter anderem ein Stück aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amèlie“ aber auch selbst Komponiertes. „Für Frauen ist das kein Problem. Die machen das mit links. Im Sitzen, Liegen oder Stehen. Meistens gelingt‘s“, so Max Raabe in einer seiner Lieder. Grage nahm das auf und ließ zuerst die Herren im Publikum aufstehen, die als Anerkennende den Daumen hoben. Die Damen durften sich ebenfalls erheben und strahlend mitsingen.

Anschließend wurde es etwas ernst. Susanne Müller, die seit vielen Jahren als Moderatorin und Organisatorin im Team von „Bühne frei!“ engagiert war, verkündete, dass sie bei der nächsten Ausgabe im März nicht mehr dabei seit, was die Besucher hörbar bedauerten. Marita Teunissen wird ab dem kommenden Jahr durch die Kleinkunst-Abende führen. „Ich bin etwas nervös, denn Susanne Müller hinterlässt große Fußstapfen, aber ich freue mich sehr“, erklärte die „Neue“ an Bord des Bühne-frei-Teams kurz.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6229578?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Liveticker zum Rosenmontagszug in Münster
Karneval: Liveticker zum Rosenmontagszug in Münster
Nachrichten-Ticker