IHK-Frühstück bei Darpe
Unternehmer zu „Freiwild“ deklariert

Warendorf -

Beim 30. Unternehmerfrühstück der IHK in Warendorf kritisierte Vizepräsident Carl Pinnekamp die Datenschutzgrundverordnung - auch vor dem Hintergrund, dass die Unternehmer selbst datentechnisch zum Freiwild werden sollen.

Donnerstag, 06.12.2018, 07:02 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 18:38 Uhr
Ein rundes Unternehmerfrühstück (v. l.): Gastgeber Sven Darpe, Carl Pinnekamp, Dorothe Hünting-Boll (IHK), Julia Darpe, Warendorfs Bürgermeister Axel Linke und Guido Krüdewagen (IHK).
Ein rundes Unternehmerfrühstück (v. l.): Gastgeber Sven Darpe, Carl Pinnekamp, Dorothe Hünting-Boll (IHK), Julia Darpe, Warendorfs Bürgermeister Axel Linke und Guido Krüdewagen (IHK). Foto: Ulrike von Brevern

Zum 30. Unternehmerfrühstück der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen begrüßte Vizepräsident Carl Pinnekamp rund 40 Gäste bei Darpe Industriedruck und der Agentur Geistreich in Warendorf. Mit 35 Mitarbeitern gehöre das Druckunternehmen zu den großen Mittelständlern seiner Branche. Weitere neun Mitarbeiter seien in der Kommunikationsagentur beschäftigt, sagte Gastgeber Sven Darpe.

Pinnekamp rief die Unternehmer auf, sich an der auf den IHK-Seiten im Netz laufenden Meinungsbildung für eine europapolitische Position zur Europawahl zu beteiligen. Zudem beschäftige sich die IHK mit Änderungswünschen an der Datenschutzgrundverordnung, die Bürokratieabbau zum Ziel haben. Der Vizepräsident kritisierte, dass Unternehmer nach derzeitigen Plänen ab 2020 datentechnisch „Freiwild“ würden. Dann sollten öffentliche Angaben – einschließlich Adressen und Geburtsdaten – zu allen Eigentümern Pflicht werden, die mehr als 25 Prozent an einem Unternehmen halten. Das sei bei kleinen und mittleren Betrieben der Regelfall.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6236845?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Bus-Crash im Berufsverkehr
Der Bus, der von Ahlen nach Warendorf unterwegs war, wurde im vorderen Bereich stark beschädigt. Die Feuerwehr musste größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abstreuen.
Nachrichten-Ticker