Investitionen in die Infrastruktur
Ganz schnell reagiert

Everswinkel -

Jetzt ging es ganz schnell. Am Mittwoch war die „Dachsanierung Schüler-Fahrradständer Verbundschule“ noch eine von vielen Positionen im Rahmen der Haushaltsplanberatungen des Bauausschusses. 35 000 Euro sind dafür im Etat 2019 vorgesehen, Umsetzung irgendwann im nächsten Jahr. Zwei Tage später ist der Fahrradständer mit einem hohen Gitter rundherum abgesperrt, und alles ist anders.

Samstag, 08.12.2018, 09:27 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 16:56 Uhr
Abgesperrt und gesichert: Die Gemeindeverwaltung hat kurzfristig und vorsorglich am Freitag den Fahrradständer auf dem Schulhof der Verbundschule mit Gittern unzugänglich gemacht. Grund sind die Eternitplatten des ohnehin zu sanierenden Dachs, die Asbest enthalten.
Abgesperrt und gesichert: Die Gemeindeverwaltung hat kurzfristig und vorsorglich am Freitag den Fahrradständer auf dem Schulhof der Verbundschule mit Gittern unzugänglich gemacht. Grund sind die Eternitplatten des ohnehin zu sanierenden Dachs, die Asbest enthalten. Foto: Günther Wehmeyer

Ursächlich für das schnelle Handeln ist ein alter Bekannter bei Baumaterialien: Asbest. Versteckt in der Eternitwelle, die das Dach bildet. „Dieser Baustoff wurde in den 1970er Jahren sehr häufig eingesetzt. Nach kürzlicher Inaugenscheinnahme sind nunmehr doch größere Schäden an den Platten festzustellen. Da das Thema bekanntermaßen sensibel aufgenommen wird, hat sich die Gemeinde nach Rücksprache mit der Schule entschieden, die Baufeldfreiräumung vorzuziehen“, teilt Bürgermeister Sebastian Seidel am Freitag in einer Pressemeldung mit. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie auch schon Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher gegenüber den WN erklärte. „Es besteht keine Gefahr, aber wir wollen auch kein Risiko eingehen.“

Asbest wird dann gefährlich, wenn daran gearbeitet wird und die feinen Asbestfasern freigesetzt werden. Geraten diese über die Atemwege in die Lunge und setzen sich dort fest, können Krankheiten wie Lungenkrebs oder Asbestose entstehen. Deshalb wurde der Baustoff 1993 deutschlandweit aus dem Verkehr gezogen und verboten, nachdem das praktische – weil witterungs-, hitze- und säurebeständige – und langlebige Material zwischen 1900 und 1993 mit einer Vielzahl an Baustoffen gemischt und verbaut worden ist. Wie der Bürgermeister weiter mitteilt, werde ein Fachunternehmen „kurzfristig die Abrissarbeiten einrichten. Die Abbrucharbeiten sollen möglichst noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.“ Ersatzflächen für die Fahrräder würden für den Übergang bereitgestellt. Das neue Dach wird 2019 mit Fördermitteln des Programms „Gute Schule 2020“ montiert.

Ebenfalls mit Hilfe dieses Förderprogramms werden die Fenster der Umkleiden-Nordseite an der Turnhalle Alverskirchen ausgetauscht (70 000 Euro). An der Turnhalle der Grundschule Everswinkel wird die Sanierung fortgesetzt (unter anderem Fenster, Türen; 42 500). Die große Summe von rund 100 000 Euro (30 000 aktueller Haushalt plus 70 000 Rückstellungen) wird für den Austausch des Hallenbodens in der Verbundschul-Turnhalle veranschlagt. „Ich hoffe, dass wir nur den Oberboden austauschen müssen“, kommentierte Sandra Rickmann vom Bauamt die Maßnahme. 95 000 Euro werden für Türen, Boden, Decke und Malerarbeiten im Haus der Generationen bereitgestellt. Dazu kommt der Einbau eines Hub-Liftes für rund 65 000 Euro, um das Haus barrierefrei zu machen. „Die Summe ist schon enorm“, so Rickmann, aber eine erforderliche Einhausung (weil über drei Stationen gehend) und der Eingriff in die Beton-Bausubstanz sorgen für entsprechende Kosten. An der Festhalle sind die Sanierung des Flachdachs (80 000) und der WC-Anlage (40 000) angedacht. Um den Stellplatz für das neue Feuerwehrfahrzeug im Gerätehaus Alverskirchen zu reaktivieren, müssen das derzeit dort angesiedelte Büro verlagert und ein Tor eingebaut werden (20 000). Fortgesetzt wird die Sanierung von Gemeindestraßen (200 000) und Wirtschaftswegen (25 000). Größere Ausgaben kündigen sich auch für 2020 an: Endausbau im Baugebiet Königskamp (250 000), Neubau Brücke Evener (180 000) und Radwegeanbindung Landjugend-Pättken an Wiemstraße (80 000).

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