Jubiläumskonzert für den guten Zweck
Kölsche Stimmung vom Feinsten

Everswinkel -

Mit Silber-Pailletten-Sakkos und dem Lied „Hey Kölle“ fing vor rund fünf Jahren alles an. Aus einer - wie sie selbst sagen - „Schnapsidee“ wurde der Beweis, dass auch in (manchen) Westfalen eine echte „Kölsche Frohnatur“ steckt. Inzwischen hat sich die „Kölsche Cover Band“ (KCB) aus Everswinkel von den Pailletten-Sakkos verabschiedet und die fünf Musiker sind dafür auf der Bühne inzwischen echte Profis geworden.

Dienstag, 08.01.2019, 04:22 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 18:51 Uhr
Christoph Görges (Gesang), Steffen Serries (Gitarre), Andreas Meier (Bass), Fabian Hestermann (Keyboard) und Christian Korte (Schlagzeug), bewiesen mit ihrer Cover-Band, dass in so manchem Westfalen eine echte kölsche Frohnatur steckt.
Christoph Görges (Gesang), Steffen Serries (Gitarre), Andreas Meier (Bass), Fabian Hestermann (Keyboard) und Christian Korte (Schlagzeug), bewiesen mit ihrer Cover-Band, dass in so manchem Westfalen eine echte kölsche Frohnatur steckt. Foto: Andreas Engbert

Das bewiesen Christoph Görges (Gesang), Steffen Serries (Gitarre), Andreas Meier (Bass), Fabian Hestermann (Keyboard) und Christian Korte (Schlagzeug) am Freitag beim Jubiläumskonzert zur fünften Karnevalssession, in deren Hauptzeit sie nun starten. Proppenvoll war der Saal der Gaststätte Arning schon lange, bevor die ersten Töne gespielt wurden: „Ich hatte gedacht, dass viele Zuschauer kommen, aber nicht erwartet, dass es so voll wird“, staunte Frontmann Christoph Görges beim Blick durch die Tür des Backstageraumes nicht schlecht, dass kaum mehr ein Bein an den Boden zu bekommen war.

Nicht mehr aufzuhalten waren die Musiker dann, als sie auf der Bühne loslegten - natürlich mit dem Höhner-Klassiker „Jetzt geht’s los“. Schnell hatten sich die Zuschauer von der jecken Stimmung mitreißen lassen, tanzten und klatschten begeistert zur Musik. Oftmals stilecht mit einem Glas Kölsch in der Hand. Spielt die Band sonst meist als ein Programmpunkt auf Karnevalsveranstaltungen, sind Konzerte selten. Und im Vergleich zum Karneval darf die Musikauswahl bei Konzerten durchaus auch mal „ruhigere“ Stücke, wie „Nie mehr Alkohol“ beinhalten. Und auch Stücke, die KVB sonst nicht auf der großen Bühne präsentiert, kamen beim Publikum bestens an. Insgesamt 26 Songs boten rund eineinhalb Stunden kölsche Stimmung vom Feinsten.

Knapp 30 Auftritte in dieser Session warten nun auf die KCB-Musiker. Bis Mechernich und Goch werden sie unter anderem dafür reisen. Mit dem Konzert in Everswinkel wollte die Band ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringen. Daher sammelten Freunde der Musiker Spenden in kleinen Kölsch-Fässern, die die Everswinkeler Initiative „Familien in Not“ zugute kommen werden. Der Ort für ihr Heimat-Konzert war schnell gefunden: „Heinz Arning ist großer Kölnfan“, wissen die Musiker. Und sie fügen erfreut hinzu: „Hier ist immer Kölsch am Hahn!“

In der Altkleidersammlung sind die besagten Pailletten-Sakkos aber nicht gelandet. Zu „Hey Kölle!“, dem ersten Lied, das die Band vor gut fünf Jahren einstudiert hatte, trugen die Musiker die glitzernden Oberteile noch einmal. Bei ihrem regulären Bühnenoutfit sind nur die dazugehörigen Krawatten übrig geblieben. Ansonsten tragen die Bandmitglieder einheitlich schwarze Kleidung mit Schuhen in Köln-Rot.

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