Geistliches Chorkonzert in St.-Agatha-Kirche
Aus allen „vier Ecken der Welt“

Alverskirchen -

Der Kirchenchor St. Agatha kooperierte mit dem Vokalensemble ECHO, beide geleitet von Hans-Ulrich Henning. Für Soli verpflichtet waren Kim Dembkowski, Sibylle Henning und Jasmina Link (Solosopran) und Ekaterina Panina (Orgel). Ein geistliches Chorkonzert lockte am Samstag in die Kirche St. Agatha, weihnachtlich war das Motto: „Auf dich, Herr, hoffe ich“. Zwei Chöre und Solisten mit Werken vieler Länder und Epochen waren versprochen und hatten die Kirche komplett gefüllt, auch die Empore.

Sonntag, 13.01.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 15.01.2019, 14:58 Uhr
Der Kirchenchor St. Agatha kooperierte mit dem Vokalensemble ECHO, beide geleitet von Hans-Ulrich Henning.
Der Kirchenchor St. Agatha kooperierte mit dem Vokalensemble ECHO, beide geleitet von Hans-Ulrich Henning. Foto: Andreas Hasenkamp

Ein geistliches Chorkonzert lockte am Samstag in die Kirche St. Agatha, weihnachtlich war das Motto: „Auf dich, Herr, hoffe ich“. Zwei Chöre und Solisten mit Werken vieler Länder und Epochen waren versprochen und hatten die Kirche komplett gefüllt, auch die Empore.

Der Kirchenchor St. Agatha kooperierte mit dem Vokalensemble ECHO, beide geleitet von Hans-Ulrich Henning . Für Soli verpflichtet waren Kim Dembkowski, Sibylle Henning und Jasmina Link (Solosopran) und Ekaterina Panina (Orgel).

Obendrein war es dem Veranstalter geglückt, für Praetorius‘ Qempas „Den die Hirten lobeten sehre“ sieben junge Sänger aus den dritten und vierten Klassen der St. Agatha-Schule zu gewinnen: Nico Nahajowski, Finn Jahnke, Mia Kretschmer, Sarah Bisping, Leni Averbeck, Torben Bredenbröcker und Sophia Hamsen. Sie konnten, mit erwachsenen Sängerinnen an ihrer Seite, von vier Stellen auf der Empore und vor dem Altarraum, das Quempas sozusagen „aus allen vier Ecken der Welt“ erklingen lassen.

Aus fast allen Ecken Europas kamen die Komponisten der zahlreichen kurzen Werke von der Frührenaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Aus dem Süden gab es Vivaldis „Laudamus te“ und das fröhliche „Kalanta“ nach einer griechischen Volksweise, aus dem Norden der Norweger Edvard Grieg, auf Schwedisch Carl Reineckes „Hör vigda clockor ringa“, dazu den Franzose Camille Saint Saens, den französisch-flämischen Komponisten Josquin Desprez, Meister der Frührenaissance, die Briten David Willcocks und Andrew Carter, den Ungar Zoltán Kodály und vom Münsteraner Christoph Bernhard Verspoell „Menschen, die ihr wart verloren“, ein Stück, das der Kirchenchor entdeckt hatte.

Astor Piazzolla, der Argentinier mit italienischen Wurzeln, malte „The road to Bethlehem“ klanglich aus. So zeichnete das trotz der Vielzahl der Werke kompakte Konzert die Weihnachtsgeschichte nach. Nicht zu spät im Kirchenjahr: Sie endete erst am Sonntag.

Gemeinsam geprobt hatten beide Chöre nur am Tag der Aufführung bei der Generalprobe. Dennoch harmonierten sie gut, etwa beim feinen Finale von Kodálys „Veni, veni Emmanuel“. Überhaupt konnten die Chöre durch die Qualität von Männer- und Frauenstimmen, ihren Wechsel, durch Feinheit und Dynamik gefallen.

Mit den Themen wechseln die Chöre auch die Tonalität, geben sich mal ganz der harmonischen Melodie hin und forderten dann energisch, wie das Vokalensemble beim „Machet die Tore weit“.

Nur am Schluss zu applaudieren, darum war das Publikum gebeten worden und hielt sich auch daran: Nach dem sechsstimmigen Kanon „Ubi sunt gaudia“ applaudierten viele Konzertbesucher ausdauernd und im Stehen.

Henning ist beeindruckt von seinem Kirchenchor, wenn er sehe „mit welcher Verve sie sich da reinschmeißen“. Das junge Vokalensemble ECHO besteht aus Ehemaligen des Christophorus-Jugendkammerchor Versmold, den Henning ebenfalls leitet. Er und die Solistinnen wurden aus der Hand des Kirchenchor-Sprechers Dr. Hans-Joachim Hubrich mit Blumen beschenkt

Weiter Pläne hat Henning schon:

Die „Missa festiva“ von John Leavitt möchte er zum Jubiläum des Jugendkammerchor auf die Beine stellen, unter anderem im Mai in Versmold. Da könnte auch der Kirchenchor eine Rolle spielen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6316817?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Sonja Jürgens erstattet Anzeige wegen Verleumdung
„Ich bin ziemlich verletzt.“ Als Reaktion auf Gerüchte, die im Wahlkampf gestreut worden sein sollen. hat Sonja Jürgens jetzt Anzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung erstattet.
Nachrichten-Ticker