Theaterlabor Bielefeld zu Gast: Vorverkauf läuft
Viel Raum zwischen den Zeilen

Everswinkel -

Zwei Männer treffen täglich aufeinander – und genehmigen sich im Café einen Drink. Pflaumenschnäpse sind es, die den beiden Protagonisten besonders gut schmecken. So das Szenario des Theaterstücks „John und Joe“, das der Kulturkreis Everswinkel als erstes Highlight im Kulturjahr 2019 anbietet. Unterhaltsam zeigt das Stück, wie die Moral selbst den friedlichsten Nachmittagsplausch durcheinanderrütteln kann.

Donnerstag, 31.01.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 07:50 Uhr
John und Joe heißen die beiden Protagonisten, die sich täglich im Café treffen. Jedes Gespräch zum Ritual, jedes Treffen der beiden ist geprägt von der Macht der Gewohnheit.
John und Joe heißen die beiden Protagonisten, die sich täglich im Café treffen. Jedes Gespräch zum Ritual, jedes Treffen der beiden ist geprägt von der Macht der Gewohnheit. Foto: Theaterlabor

Am 8. Februar kann sich das Publikum ab 19.30 Uhr im Gasthof Arning selbst von der schauspielerischen Kunst der zwei Hauptdarsteller überzeugen – zumal ein waschechter Everswinkler, Gunther Möllmann , in der Rolle des Joe zu sehen sein wird. Dazu kommen Michael Grunert als John und Thomas Berend als Kellner.

Zwar sitzen John und Joe gemeinsam vor immer neuen Schnäpsen, und doch ist jeder für sich, und jedes noch so simple Gespräch birgt Fallstricke. Jedes Wort ist der Versuch, sich selbst oder dem anderen zu suggerieren, man hätte etwas zu sagen. So wird jedes Gespräch zum Ritual, jedes Treffen der beiden ist geprägt von der Macht der Gewohnheit. Und doch bringt ein Lottoschein plötzlich Leben in das erstarrte, alltägliche Muster der Begegnung. Wie schaffen es John und Joe, wieder in ihre bewährte Routine zu kommen, die für beide lebenswichtig ist, denn sie haben nur sich und den anderen. Die reduzierte Sprache und die teilweise trivialen Gespräche lassen viel Raum zwischen den Zeilen für Ungesagtes und Unsagbares.

Das Schauspiel stammt aus der Feder der Schriftstellerin Agota Kristof, die 935 in Ungarn geboren wurde, in der Schweiz im Exil lebte und 2011 in Neuenburg (Schweiz) starb. Das Theaterlabor Bielefeld ist ein freies Ensemble-Theater mit eigener Spielstätte, das als Produzent von Theater- und Tanzinszenierungen, als Gastspiel- und Tourneetheater sowie als Veranstalter von Gastspielen, Events und Festivals im eigenen Theaterzentrum tätig ist. 2013 feierte es sein 30-jähriges Bestehen.

Seit 1983 sind viele genreübergreifende Produktionen entstanden, und seit seinen Anfängen hat es eine starke internationale Ausrichtung. Die Durchführung internationaler Festivals, Tourneen durch Europa und Kanada, internationale Kooperationsprojekte und Koproduktionen waren für die Entwicklung des künstlerischen Ausdrucks und die Arbeit an einer universellen Theatersprache wichtige Bausteine, teilt der Kulturkreis in seiner Presseinformation mit. Seit 2000 betreibt das Theaterlabor ein großes Theaterzentrum in der Bielefelder Innenstadt und ist seitdem noch breiter aufgestellt. Daneben strebt das Theaterlabor-Ensemble aber immer wieder auch die kleine Form an wie Lesungen, Inszenierungen für Bars und Foyers und sucht sich dafür geeignete Kooperationspartner.

Karten für 13 Euro gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf für zehn Euro im Schreibwarengeschäft Föllen und unter www.localticketing.de (plus Vorverkaufsgebühr).

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