Feuerwehrübung auf dem Kirchplatz Alverskirchen
Einsatz am Tag des Notrufs

Alverskirchen -

Sie holen für die Bevölkerung die viel zitierten Kohlen aus dem Feuer: die Kameraden des Löschzugs Alverskirchen. In diesem Jahr feiern die Blauröcke unter der Führung von Alexander Wiesmann und Frederick Schröder das 100-jährige Bestehen. Grund genug, das Jubiläumsjahr, dass getreu der „112“ vom 11.2. bis zum 1.12. begangen wird, gebührend zu feiern. Am Montagabend, dem Europäischen Tag des Notrufs 112, baten die Verantwortlichen zu einer anspruchsvollen Übung am Kirchplatz.

Mittwoch, 13.02.2019, 06:48 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 06:50 Uhr
Spontane zusätzliche Herausforderung bei der Feuerwehrübung am Montagabend: Ein Kamerad ist selbst in Not geraten und benötigt schnelle und wirkungsvolle Hilfe der Einsatzkräfte.
Spontane zusätzliche Herausforderung bei der Feuerwehrübung am Montagabend: Ein Kamerad ist selbst in Not geraten und benötigt schnelle und wirkungsvolle Hilfe der Einsatzkräfte. Foto: Christopher Irmler

Neben dem Löschzug Alverskirchen waren auch die Kameraden aus Everswinkel sowie die TEO-„Wasserkuh“ ausgerückt. Unter dem Kommando von Einsatzleiter Martin Hülsmann galt es nun, das Übungsszenario zu meistern. Demnach war es im Rahmen von Baumaßnahmen im Pfarrheim zu einer Verpuffung gekommen. Mehrere vermisste Personen wurden noch in den verschiedenen Räumen des Gebäudes vermutet. Für die mehr als 50 Kameraden hieß es nun, schnellstmöglich die Wasserversorgung sicherzustellen, den „Brand“ zu bekämpfen und die Eingeschlossenen zügig zu retten.

Auf der Hauptstraße wurden sämtliche TEO-Komponenten in Position gebracht, zügig zwei große Becken mit Löschwasser gefüllt. Auf dem Kirchplatz sammelten sich Atemschutzgeräte-Träger, um die systematische Suche im Pfarrheim zu beginnen. Auch das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr Everswinkel kam zum Einsatz. Spontan hatten die Planer eine weitere Herausforderung in die Übung integriert: So geriet ein Feuerwehrkamerad selbst in Not und musste zügig mit Hilfe einer Atemschutz-Notfalltasche aus dem laut Szenario verqualmten Gebäude gerettet werden.

Eingebunden in die Übung war die Komponente „TEO“: Die „Wasserkuh“ war vor Ort und Feuerwehrkräfte stellten die Wasserversorgung sicher.

Eingebunden in die Übung war die Komponente „TEO“: Die „Wasserkuh“ war vor Ort und Feuerwehrkräfte stellten die Wasserversorgung sicher. Foto: Christopher Irmler

Nach rund 30 Minuten endete die Übung. „Es ist ruhig und sachlich gearbeitet worden“, so Hülsmanns Fazit. Die Art und Weise, wie die Kameraden zusammengearbeitet hatten, stimmte die Verantwortlichen positiv. „Das war keine allzu abwegige Lage. Im Ernstfall wären natürlich noch viele weitere Kräfte vor Ort gewesen“, so Wiesmann .

Aufbau der Wasserversorgung.

Aufbau der Wasserversorgung. Foto: Christopher Irmler

Und noch etwas war an diesem Abend anders als im Falle realer Einsätze: Die Anwesenheit von ungewöhnlich vielen Zuschauern war – sofern sie nicht im Wege standen – ausnahmsweise erwünscht. „Es scheint sich vorher herumgesprochen zu haben, wo genau die Übung stattfindet. Wir freuen uns, der Bevölkerung unsere Arbeit präsentieren zu können“, befand Einsatzleiter Hülsmann.

Vielleicht war ja auch die eine oder andere künftige Feuerwehrkraft unter ihnen? Grundsätzlich, so betonten die Verantwortlichen am Rande der Übung, seien beide Löschzüge gut aufgestellt. Interessenten seien jederzeit willkommen. Weitere Gelegenheiten, die Wehr, die Kameraden und ihren Dienst zum Wohle der Bürger näher kennenzulernen, bestehen im Verlauf des Jubiläumsjahres. Für den 30. Juni etwa ist eine Großübung angekündigt.

Auch die Drehleiter der Feuerwehr Everswinkel kam auf dem Kirchplatz zum Einsatz.

Auch die Drehleiter der Feuerwehr Everswinkel kam auf dem Kirchplatz zum Einsatz. Foto: Christopher Irmler

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