Kriminalitätsstatistik für 2018 vorgelegt
Der sicherste Ort im Kreis

Everswinkel -

Den 1. Platz hatte die Vitus-Gemeinde bislang noch nie. Jetzt ist es soweit. In der am Mittwoch von der Kreispolizei vorgestellten Kriminalitätsstatistik 2018 liegt sie an der Spitze und hat Wadersloh abgelöst. Im positiven Sinne. Kreisweit weist Everswinkel die kleinste Kriminalitätshäufigkeitszahl – sprich die Zahl der bekannt gewordenen Fälle bezogen auf eine Einwohnerzahl von 100 000 – auf. Anders ausgedrückt: So wenig Straftaten wie hier gab‘s sonst nirgendwo, es ist der sicherste Ort im Kreis.

Donnerstag, 14.02.2019, 10:20 Uhr
Weiterhin rückläufig ist die Zahl der Einbrüche und Diebstahldelikte in der Vitus-Gemeinde.
Weiterhin rückläufig ist die Zahl der Einbrüche und Diebstahldelikte in der Vitus-Gemeinde. Foto: Klaus Meyer

Die Kriminalitätsentwicklung in der Vitus-Gemeinde ist seit Jahren rückläufig. So wie im Kreis, so wie in ganz NRW. Innenminister Herbert Reul sprach am Mittwoch vom niedrigsten Stand seit 1991. Mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) der Straftaten hätten von der Polizei aufgeklärt werden können. Das sei die höchste Aufklärungsquote in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. In Everswinkel wurden 222 Straftaten angezeigt, ein Rückgang um 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2017. Die Aufklärungsquote lag hier bei 59,01 Prozent.

Morde gab es zum Glück keine, dagegen fünf Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, darunter eine Vergewaltigung. Diese Straftaten konnten alle aufgeklärt werden. 39 Rohheitsdelikte – davon 29 Fälle von Körperverletzung – bewegen sich (wie auch die Aufklärungsquote von 89,7 Prozent) in etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Weiter gesunken ist die Zahl der Diebstahldelikte. Nach 163 Fällen in 2016 und 90 in 2017 waren es 2018 noch 77 – ein Rückgang um 14,4 Prozent. 2008 etwar wurden noch 182 Delikte verzeichnet. Gestiegen ist in diesem Bereich die Aufklärungsquote von 11,1 auf 24,7 Prozent. 19 Fahrraddiebstähle, vier Laden- und drei Wohnungseinbrüche sowie 21 Diebstähle an oder aus Auto wurden gezählt. Letztere bedeuten einen Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Traditionell eine hohe Aufklärungsrate gibt es im Bereich der Rauschgiftdelikte. 17 Straftaten wurden hier verzeichnet, der Ermittlungserfolg lag bei 94,1 Prozent. Bei den Sachbeschädigung wurde nach dem Anstieg 2017 auf 53 Fälle nun wieder ein Rückgang um 52,8 Prozent auf 25 Fälle verzeichnet. Auch die Vermögens- und Fälschungsdelikte liegen mit 25 Fällen unter denen des Vorjahres (33). Den Höchstwert in dieser Rubrik markiert das Jahr 2013, als 121 Vermögens- und Fälschungsdelikte zur Anzeige kamen.

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