Gute Zahlen für das Jahr 2018 – Fusion im Jahr 2020
Volksbank Münsterland Nord kommt

Everswinkel/Münster -

Die münsterische Volksbank ist im Umbruch: Sie strebt für 2020 eine Fusion mit Greven und Steinfurt an. Bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch gab es Details.

Donnerstag, 14.02.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 16:58 Uhr

1970 gab es noch 7100 selbstständige Volksbanken in Deutschland, 2017 waren es nur noch 972. Das könnte man als einen dramatischen Bedeutungsverlust des genossenschaftlichen Bankwesens interpretieren. Dem indes widerspricht eine andere Entwicklung: Von 1970 bis 2017 stieg die Zahl der Mitglieder bei den Volksbanken von 6,1 auf 18,5 Millionen.

Diese Zahlen legte jetzt Gerhard Bröcker , Sprecher des Vorstandes der Vereinigten Volksbank Münster , vor, weil für 2020 die nächste Fusion geplant ist. Die hiesige Volksbank, 2014 hervorgegangen aus den Volksbanken Münster und Telgte, will sich mit der Volksbank Greven und der Volksbank für den Kreis Steinfurt zusammenschließen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde bereits 2017 unterzeichnet. Das neue Unternehmen wird dann laut Beschluss den Namen Volksbank Münsterland Nord erhalten.

Der Trend zum Wachstum ist laut Bröcker vorgezeichnet, weil auch gesetzliche Auflagen, etwa bei der Eigenkapitalausstattung, immer höher werden. Darüber hinaus seien im Zusammenhang mit der ebenfalls voranschreitenden Digitalisierung große Investitionen zu stemmen.

In die heiße Phase der Fusionsgespräche bringen die Verantwortlichen aus Münster ein positives Jahresergebnis 2018 mit ein. Bröcker nannte die Eckwerte:

► Der Gewinn stieg um 1,8 Prozent auf 23,5 Millionen Euro.

► 118 000 Kunden, davon 64 000 Mitglieder, sorgten für ein Kundengeschäftsvolumen von 5,7 Milliarden Euro (plus 4,1 Prozent), die Bilanzsumme lag bei 2,5 Milliarden Euro (plus 7,4 Prozent).

► Das Kreditvolumen konnte um sechs Prozent auf 2,6 Milliarden Euro erweitert werden, davon allein 560 Millionen Euro im Neugeschäft.

► Das von der Volksbank betreute Kundenvermögen stieg um 2,3 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang wurde aber auch nicht verschwiegen, dass der Aktienhandel wegen diverser Kurseinbrüche an den Börsen im Minus lag.

Besonders stolz ist die Volksbank darauf, im zurückliegenden Jahr 1416 Baufinanzierungen mit einem Volumen von 261 Millionen Euro gestemmt zu haben. „Es wäre mehr möglich gewesen, wäre das Bauland in Münster nicht so knapp“, so der Vorstandssprecher in diesem Zusammenhang.

Insgesamt waren die Volksbank-Chefs mit dem Kreditgeschäft sehr zufrieden. Die robuste Konjunktur und der stabile Arbeitsmarkt hätten dafür gesorgt, dass kaum Kreditausfälle zu verzeichnen seien. Nennenswerte Veränderungen beim Zinsgefüge werden nicht erwartet. Vorstandsmitglied Thomas Jakoby geht sogar davon aus, dass sowohl in der Wirtschaft als auch bei den Verantwortlichen für die öffentlichen Haushalte überhaupt nicht mehr der Wunsch nach hohen Zinsen bestehe.

Dass bei der angestrebten Fusion die münsterischen Großstadtkunden ebenso wie auch Privat- und gewerbliche Kunden aus dem ländlichen Raum zufrieden gestellt werden müssen, stellt den Vorstand nach eigenem Bekunden vor keine großen Problem. „Die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind nicht so groß“, meinte Jakoby. Sein Vorstandskollege Friedhelm Beuse ergänzte: „Wir wollen einen guten Mix.“ Nach der Fusion 2020 hat die dann „neue“ Volksbank Münsterland Nord 280 00 Kunden und 1100 Mitarbeiter.

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