Bebauungsplan „Königskamp III“
„Weiterer Schritt auf dem Königsweg“

Alverskirchen -

Der Bezirksausschuss-Vorsitzende Andre Gerbermann (CDU) zeigte sich geradezu begeistert. „Ich finde es sehr positiv, dass die Steinbeete in diesem Verfahren angefasst werden.“ Auch Parteikollege Henrik Schulze Wettendorf stimmte mit ins planerische Loblied ein. Auslöser war die neue planerische Festsetzung für den Bebauungsplan „Königskamp III“, die komplette Versiegelung von Vorgärten mit Asphalt, Platten und Kies zu verhindern.

Samstag, 16.02.2019, 07:53 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 08:01 Uhr
Blick auf die Häuser des Baugebiets „Königskamp II“. Derzeit wird an den planerischen Grundlagen für die künftige Nachbarschaft im „Königskamp III“ gearbeitet.
Blick auf die Häuser des Baugebiets „Königskamp II“. Derzeit wird an den planerischen Grundlagen für die künftige Nachbarschaft im „Königskamp III“ gearbeitet. Foto: Klaus Meyer

Bis 50 Prozent der Vorgartenfläche dürfen Stellflächen, Zufahrten und Zuwegungen dort nur noch ausmachen. Und Sperrschichten sind unzulässig. „Durchgrünung“ und „Klimaschutz“ seien gewünscht, so Planerin Maren Dinter vom Büro Tischmann Loh. Mit der Vorgabe solle laut Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher verhindert werden, dass die restliche Fläche neben Zufahrt und Stellplatz „noch mit Kies zugeschüttet wird. Damit man überhaupt noch von Vorgarten sprechen kann und nicht von Steingarten oder Steinwüste“.

Der Ausschuss diskutierte am Donnerstagabend die Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung im gemäß Paragraf 13b Baugesetzbuch behandelten Bebauungsplanverfahren. Mit jener gesetzlichen Regelung seit Mai 2017 sollen kleinflächige Wohngebietsentwicklungen am Siedlungsrand im beschleunigten Verfahren ermöglicht werden. Von einem Einwender war ein umfangreicheres Schreiben eingegangen, der gleich vier Aspekte bemängelte, darunter die nur eine verkehrliche Anbindung und Belastung der Wiemstraße, den Wasseraufstau in dem als Trockenbecken ausgebauten Regenrückhaltebecken und die nicht festgesetzte naturnahe Gestaltung dieses Beckens.

Planerin Dinter zeigte die Abwägungsüberlegungen und -entscheidungen auf, die im Ergebnis keinen weiteren Handlungsbedarf auf Bebauungsplanebene sehen. So habe die Wiemstraße eine „Sammelfunktion für die umliegenden Straßen“. Die zusätzliche Belastung sei geringfügig, die Straße bleibe weiterhin deutlich unter dem Schwellenwert von 400 Pkw pro Stunde in Sammelstraßen. Im Regenrückhaltebecken soll der starke Bewuchs künftig regelmäßig durch die TEO AöR beschnitten werden, um Wasseraufstau zu vermeiden. Was den Erhalt und die Neuanpflanzung von Gehölzen angeht, so dürften Bebauungsplan und wasserrechtliches Verfahren nicht vermischt werden – eine entsprechende Festsetzung sei somit nicht möglich.

Der Beschluss des Ausschusses fiel einstimmig aus, der Plan geht nun im März-April in die Offenlegung. „Für mich ist das ein weiterer Schritt auf dem Königsweg zum Königskamp“, so Gerbermann am Schluss.

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