Stühlerücken im Vorstand des Schatzkammervereins St. Agatha
Über 2200 Besucher bewundern Schätze

Alverskirchen -

Im Schatzkammer-Förderverein St. Agatha stehen alle drei Jahre Vorstandswahlen an. Jetzt war es wieder soweit. 31 von derzeit 73 Mitgliedern stellten in der nunmehr sechsten Mitgliederversammlung im Pfarrheim die personellen Weichen für die Zukunft. An der Spitze steht weiterhin Dr. Hans-Joachim Hubrich. Veränderungen gab es hingegen in der weiteren Besetzung des Vorstandes.

Mittwoch, 20.02.2019, 07:47 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 07:50 Uhr
Der neu gewählte Vorstand des Schatzkammer Fördervereins St. Agatha mit (obere Reihe von links nach rechts) Franziska von Twickel, Gisela Bövingloh, Marita Schlüter sowie (Mitte) Dr. Hans-Joachim Hubrich und (mittlere Reihe) Friederike Tertilt, Anja Epping, Luise Drzysla sowie (untere Reihe) Fabian Schulze Hockenbeck, Heidi Kröger und Josef Starp.
Der neu gewählte Vorstand des Schatzkammer Fördervereins St. Agatha mit (obere Reihe von links nach rechts) Franziska von Twickel, Gisela Bövingloh, Marita Schlüter sowie (Mitte) Dr. Hans-Joachim Hubrich und (mittlere Reihe) Friederike Tertilt, Anja Epping, Luise Drzysla sowie (untere Reihe) Fabian Schulze Hockenbeck, Heidi Kröger und Josef Starp. Foto: Gerlinde Lütke Hockenbeck

Michael Schulte , bislang stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeisterin Gisela Bövingloh, sowie Schriftführerin Gerlinde Lütke Hockenbeck und Beisitzerin Hanni Vages standen nach sechs Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit nicht mehr zur Verfügung. Freifrau Franziska von Twickel, ehemals Beisitzerin, übernimmt nun die Aufgaben der stellvertretenden Vorsitzenden. Marita Schlüter, ebenfalls aus dem Kreis der Beisitzerinnen, ist neue Schriftführerin. Zwei neue, junge Gesichter sind im Vorstand: Fabian Schulze Hockenbeck tritt die Nachfolge der Schatzmeisterin an, die in den Kreis der Beisitzer wechselt. Den unterstützt nun an auch Friederike Tertilt. Wiedergewählt als Beisitzer wurden Luise Drzysla, Anja Epping und Magdalena Münstermann. Als Vertreter des Kirchenvorstandes St. Magnus/St. Agatha gehören Josef Starp und Stefan Lutterbeck dem Vorstand an.

Zum Auftakt der Versammlung warf Hubrich in einer Bilderpräsentation einen kurzen Rückblick auf die Vorstandsarbeit des vergangenen Jahres. Die war vor allen Dingen geprägt von der Beschaffung und Antragstellung von notwendigen Fördergeldern, um die Restaurierung einzelner Exponate der Schatzkammer zu gewährleisten. Die Finanzierung einer Fahne mit Christusdarstellung mit Marienmonogramm sowie die einer Kasel mit der Darstellung des Guten Hirten konnten gesichert werden. „Textilrestauratorin Sabine Heitmeyer-Löns wird die Restauration der Exponate in den nächsten Wochen in Angriff nehmen“, so Hubrich, der unter anderem über den Einbruch ins Pfarrhaus berichtete, bei dem die Zarge zum Depotraum der Schatzkammer beschädigt wurde. Im April konnten neue Leuchten im Depot-Raum angebracht werden, die den besonderen Anforderungen historischer Textilien und ausreichender Helligkeit gerecht werden.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte die Besichtigungsfahrt zur Astronomischen Uhr im Dom zu Münster, an deren Restaurierung Marita Schlüter maßgeblich beteiligt war. Mathematiker und Uhrenkenner Wolfgang Hack hatte ergänzend dazu die komplizierte Funktion des rund 480 Jahre alten Uhrwerkes erklärt. Im September beteiligte sich der Förderverein am Pfarrfest mit Führungen durch die Schatzkammer, im November dann war der Verein auf dem Weihnachtsmarkt präsent. Führungen durch die Schatzkammer waren auch 2018 eine der wichtigsten Aufgaben des Fördervereins – 13 Gruppen und 184 Besucher wurden gezählt. Insgesamt haben bis Ende 2018 über 2 200 Interessierte an Führungen teilgenommen, bilanzierte Schulte. Dazu gehörten auch Auswärtige sowie Kinder der KiTa St. Agatha. Mit Ausblick aufs laufende Jahr wird im Mai dann auch die Kooperation zwischen dem Förderverein der Schatzkammer und der KiTa, die im Januar offiziell geschlossen wurde, umgesetzt. Dann lernen die Maxi-Kinder, die kurz vor der Einschulung stehen, auf kindgerechte Weise die Schätze der St. Agatha-Kirche kennen.

Für weitere Restaurierungsarbeiten ist eine erheblich beschädigte 100-jährige Fahne im Gespräch. Die Einschätzung von deren Wertigkeit durch Fachleuchte und ein Kostenvoranschlag für die Restauration stehen noch aus. Offen geblieben sind am Ende der Versammlung auch Angaben zum Bildungsprogramm 2019. Über Ziele einer Bildungsfahrt sowie über einen geplanten Vortrag müsse sich der neue Vorstand erst beraten.

Schatzmeisterin Bövingloh stellte die finanzielle Situation des Fördervereins vor. Kassenprüfer Versammlung hatten nichts zu beanstanden, so dass der Vorstand entlastet wurde.

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