Star-Musiker besucht die Waldorfschule
Flötentöne – mal lustig, mal genervt

Everswinkel -

Hoher Besuch in der Freien Waldorfschule: Star-Flötist Stefan Temmingh besuchte im Rahmen des Projekts Rhapsody in School die fünfte Klasse. 32 erwartungsvolle Gesichter begutachteten den Flötisten Stefan Temmingh aus dem südafrikanischen Kapstadt genau, als er zu seiner Blockflöte griff und die ersten Töne spielte. Am Mittwoch hatte es sich Temmingh zur Aufgabe gemacht, den Kindern während einer Schulstunde die klassische Musik näher zu bringen.

Freitag, 22.03.2019, 11:42 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 11:52 Uhr
Gruppenfoto mit Stefan Temmingh (mit dabei Ilka Roßbach vom Theater Münster, Klassenlehrerin Anka Müller-Tiburtius sowie Integrationsbeauftragter Thomas Biene-Hornscheidt und Karl Grünewald von der Freien Waldorfschule).
Gruppenfoto mit Stefan Temmingh (mit dabei Ilka Roßbach vom Theater Münster, Klassenlehrerin Anka Müller-Tiburtius sowie Integrationsbeauftragter Thomas Biene-Hornscheidt und Karl Grünewald von der Freien Waldorfschule). Foto: Karina Linnemann

„Sie kommen hier in eine sehr musikalische Klasse. Die Schüler haben nämlich eine Musiklehrerin als Klassenlehrerin“, nahm Anka Müller-Tiburtius , die ihre Schüler gut auf den hohen Besuch vorbereitet hatte, vorweg. Gemeinsam würden sie in sechs Wochen „Die Zauberflöte“ aufführen.

Temmingh wusste die Zehn- und Elfjährigen zu begeistern. Neben musikalischen Vorführungen gab er auch interessante Einblicke in die Musikgeschichte. „Der Komponist Georg Philipp Telemann hat damals seine Noten über einen Verlag verkauft. Er brauchte das Geld, weil seine Frau gezockt hat“, erzählte er den Schülern und sorgte damit für Erheiterung.

Auch ein kleines Spiel sollte die Schüler begeistern. Temmingh bot an, dass sie willkürliche Gefühle nennen könnten und er sie anschließend mit der Flöte interpretiert. Traurig, lustig, sauer, genervt und aufgeregt waren die zu meisternden Gefühlszustände. Die Kinder applaudierten für die perfekt umgesetzte Aufgabe, auch weil der Flötist zwischendurch gleich zwei Flöten auf einmal spielte. Dann sollten die Kinder erkennen, welche Gefühle in einem von Stefan Temmingh vorgespielten Stück wohl zu finden seien. Unterschiedliche Antworten schwirrten durch den Klassenraum. „Das ist genau richtig. Musik hat nicht nur eine Botschaft. Alle Gefühle sind erlaubt und richtig“, sagte er den Schülern und fügte mit einem zwinkernden Auge hinzu „das ist nicht so starr wie in der Mathematik.“

Die fünfte Klasse der Freien Waldorfschule hatte am Mittwoch den Star-Flötisten Stefan Temmingh zu Gast.

Die fünfte Klasse der Freien Waldorfschule hatte am Mittwoch den Star-Flötisten Stefan Temmingh zu Gast.

Nachdem die Schüler die Vorträge des Musikers genossen hatte, waren sie nun an der Reihe Fragen zu stellen. Die Finger schossen in die Luft, als Temmingh dies verkündete. „Wie lange spielst du schon Flöte?“, „Welche ist deine Lieblingsflöte?“ und „Wie vielen Flöten hast du?“ waren nur einige der Dinge, die die Heranwachsenden wissen wollten. Der Flötist antworte, dass er mit sieben Jahren angefangen habe, Flöte zu spielen und nun seit 33 Jahren spiele. Er bevorzuge große Flöten, weil diese einen harmonischen Klang haben. Deshalb zähle auch eine sehr große Kontrabassflöte zu seinen insgesamt 40 Flöten.

Der Besuch des Star-Flötisten endete damit, dass die Schüler gemeinsam mit ihrem Gast spielen durften. Beeindruckend war dies für die Klasse auch, weil diese einen Tag zuvor noch bei der Generalprobe zum sechsten Symphonie-Konzert im Theater Münster dabei war. Dort war auch Stefan Temmingh mit von der Partie.

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