Ortsparteitag der FDP Everswinkel
Mitwirken an der Gestaltung der Zukunft

Everswinkel -

Angesichts rechtsnationaler Strömungen in einigen europäischen Ländern und der scheinbar nicht enden wollenden Brexit-Chaostage in Großbritannien können die Appelle zur Beteiligung an der Europa-Wahl wohl nicht oft genug wiederholt werden. Insofern war es so erwartbar wie nötig, dass auch die Vitus-Liberalen bei ihrem Ortsparteitag das Thema akzentuierten. Und dies nicht nur mit Europa-Fähnchen auf dem Tisch, sondern mit klaren Worten.

Samstag, 13.04.2019, 08:11 Uhr aktualisiert: 13.04.2019, 08:20 Uhr
Auf dem Tisch Europa-Fähnchen: Beim Ortsparteitag der Everswinkeler FDP galt der Blick auch den anstehenden Europawahlen.
Auf dem Tisch Europa-Fähnchen: Beim Ortsparteitag der Everswinkeler FDP galt der Blick auch den anstehenden Europawahlen. Foto: Klaus Meyer

„Wir brauchen Europa, denn die EU hat mehr als 70 Jahre Frieden garantiert. Die EU stärkt die Wirtschaft und sorgt für Wohlstand. Die EU erleichtert das Reisen und Arbeiten in Europa. Die EU schützt die Verbraucher und vieles mehr. Deshalb: Gehen Sie zur Wahl“, rief Fraktionschef Peter Friedrich auf. Und am liebsten sollte die Stimme natürlich der FDP gegeben werden. Auch die Ortsvorsitzende Dagmar Brockmann , die die Versammlung mit einem Rückblick auf die verschiedenen Aktivitäten und politischen Aktionen eröffnet hatte, warb für den Wahlgang am 26. Mai. Und sie nannte auch konkrete Aufgaben, die baldigst zu lösen seien: „Die Schülerproteste zeigen uns, wie dringend eine globale Umweltpolitik umgesetzt werden muss.“ Die Brexit-Verhandlungen müssten „endlich ein Ende finden“, sei das Hin und Her doch inzwischen „unerträglich“. Mit Blick auf die aktuelle Debatte in Deutschland um Wohnraum betonte Brockmann, dass die Wohnungsknappheit „nicht mit der Forderung der Grünen nach Enteignung gelöst werden kann, sondern mit Anreizen für Investoren, sozialen Wohnraum zu schaffen. und dem Abbau der Bürokratie für Bauwillige“.

Wir brauchen Europa, denn die EU hat mehr als 70 Jahre Frieden garantiert.

Peter Friedrich

Die Schatulle der Vitus-FDP ist für diesen Europa-Wahlkampf wie auch die Kommunalwahl im kommenden Jahr gut gefüllt. Schatzmeister Wolfgang Effing zeigte auf, dass im vergangenen Jahr ein sattes Plus erwirtschaftet wurde, welches die Rücklagen noch einmal ordentlich stärkte. „Das hört sich viel an, ist aber gar nicht so“, relativierte er mit Blick auf die Kommunalwahl 2020, die einige Tausend Euro kosten werde, „das ist kein Spaziergang“. Dennoch: „Wir sind gewappnet für die Zukunft.“

FDP-Fraktionschef Peter Friedrich umriss die wichtigsten Themen und Ziele, die für die Vitus-Liberalen in den nächsten Wochen und Monaten auf der Agenda stehen.

FDP-Fraktionschef Peter Friedrich umriss die wichtigsten Themen und Ziele, die für die Vitus-Liberalen in den nächsten Wochen und Monaten auf der Agenda stehen.

Dem Thema Zukunft auf lokaler Ebene widmete sich Friedrich mit einem Streifzug durch die für die FDP wichtigsten politischen Arbeitsfelder. Die Ausweisung neuer Gewerbeflächen sei wichtig, um das Abwandern von Betrieben zu verhindern. Man vernehme Stimmen enttäuschter Unternehmer, den Raum zum Expandieren fehle – „das sind Dinge, die wir nicht hören möchten“. Ebenso klar sei die Notwendigkeit, neuen Wohnraum zu schaffen. Es habe sich zwar einiges getan in den vergangenen Jahren – Möllenkamp III, ehemaliges Elberich-Gelände, ehemaliges Dartmann-Gelände und Nachverdichtungen – und mit dem „Königskamp III“ sowie dem „Bergkamp III“ seien neue Angebote in Vorbereitung, aber der Nachfragedruck sei auch groß. Es sei „unerlässlich, neben Nachverdichtung im Bestand auch künftig weitere Baugebiete in beiden Ortsteilen auszuweisen“.

Viel Aufmerksamkeit werde dem Gemeindeentwicklungskonzept gelten, um die weitere Entwicklung der Gemeinde zu definieren und zentrale Herausforderungen zu benennen. Themenfelder seien neben Ortskernstärkung eben Wohnen, Verkehr, Schulen, KiTas, Sportstätten bis hin zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in Vereinen. Angesichts von Geschäftsschließungen und Kneipensterben „dürfen wir auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken“. Man müsse agieren, und zwar nicht nur Verwaltung und Politik, sondern Vereine, Kirche und praktisch alle Bürger „für ein lebenswertes Everswinkel und Alverskirchen“.

Bevor sich die Liberalen dann der Stärkung aus der Diepenbrock‘schen Küche zuwandten, galt es noch langjährige Mitglieder zu ehren: Astrid Friedrich, Dieter Riesel und Peter Friedrich für 30 Jahre, Raphaela Hoyer für 40 Jahre Mitgliedschaft.

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