Wildblumen-Aktion der Landwirte für Bürger
Gemeinsam Alverskirchen aufblühen lassen

Alverskirchen -

Christoph Gerd-Holling bringt es auf den werbeträchtigen Punkt: „Alverskirchen gemeinsam aufblühen lassen.“ Das ist das Ziel einer Aktion des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Alverskirchen, bei der Bürger über Monate für ein blühendes Band entlang des Radweges an der L811 zwischen den Höfen Starp und Niehues sorgen und gleichzeitig etwas für Bienen- und Insektenschutz tun können.

Samstag, 20.04.2019, 11:16 Uhr aktualisiert: 20.04.2019, 11:30 Uhr
Christoph Gerd-Holling (r.) und Leonard Schulze Hockenbeck auf jenem Acker, auf dem es schon bald blühen soll.
Christoph Gerd-Holling (r.) und Leonard Schulze Hockenbeck auf jenem Acker, auf dem es schon bald blühen soll. Foto: Klaus Meyer

Schon seit einiger Zeit sorgen Landwirte zusammen mit dem WLV und Saatgut von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft im gesamten Kreis und im Münsterland mit Blühstreifen entlang von Radwegen für Insekten-Lebensräume. Christoph Gerd-Holling kam die Idee, nach bayerischem Vorbild einen Schritt weiterzugehen, größere Flächen mit Wildblumen-Mischungen zu Naturräumen zu machen und zusammen mit weiteren Alverskirchener Landwirten die Bürger mit ins Boot zu holen. „Insekten- und Artenschutz geht uns alle an“, sagt er, während er zusammen mit Leonard Schulze Hockenbeck das Projekt auf einer Ackerfläche jenseits des Hofes Starp vorstellt. Eine Fläche, die laut Schulze Hockenbeck dafür prädestiniert sei, als „Blüh-Begleiter bis Alverskirchen“ zu dienen. Bis zum Herbst werden die verschiedensten Blumen die Augen der Betrachter und die Insektenwelt erfreuen, bevor die Ackerflächen anschließend wieder normal bewirtschaftet werden.

Wie funktioniert das Ganze? „Bürger können uns unterstützen mit 50 Euro pro 100 Quadratmeter Fläche und eine Blüh-Patenschaft übernehmen“, erzählt Gerd-Holling. Das gekaufte Saatgut wird dann bis Mitte Mai ausgesät. Ein größere Nachfrage sei kein Problem. „Ende offen – wir kriegen schon ein paar Hektar zusammen. Halb Alverskirchen kann mitmachen“, schmunzelt der LOV-Vorsitzende. „Mit dem Geld können wir die Saatgut-Kosten decken, und der Landwirt hat ja auch noch einen Ertragsausfall. Und was übrig bleibt, werden wir dem Dorf-Archiv spenden“, ergänzt Schulze Hockenbeck.

„Das Schöne ist, dass der Bürger vor Ort sieht, wo sein Geld hinfließt. Das ist nicht so anonym“, nennt Schulze Hockenbeck ein weiteres Plus der Aktion. Die Blüh-Paten sollen namentlich auf einem Plakat am Feldrand aufgeführt werden. Wer mitmachen möchte, kann sich bis Ende April bei Christoph Gerd-Holling ( ✆ 0173/7 26 34 16) und bei Leonard Schulze Hockenbeck ( ✆ 0176/41 83 18 03) melden oder auch per E-Mail an: lovalverskirchen@gmail.com. „Wenn es gut läuft, wollen wir das nächstes Jahr wiederholen“, verspricht Gerd-Holling. Nun heißt es also mitmachen und mithelfen, damit Alverskirchen aufblüht. „Die Blumen sind dann natürlich für die Insekten und nicht zum Pflücken“, schiebt Gerd-Holling vorsichtshalber noch nach.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6552077?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Radfahrerin übersieht Vorfahrt eines Pkw
Unfall auf der Hafenstraße: Radfahrerin übersieht Vorfahrt eines Pkw
Nachrichten-Ticker