Schnatgang der CDU mit über 50 Teilnehmern
Grenzerfahrung im Sonnenlicht

Everswinkel -

Die Symbolik lag geradezu auf der Hand. Mit einem Vergleich der Grenzen beim traditionellen Schnatgang der CDU Everswinkel/Alverskirchen mit den offenen Grenzen in Europa eröffnete Dr. Markus Pieper seinen Werbeblock für die Europäische Union. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, beim Start des Schnatgangs auf dem Hof Hanhart in der Bauerschaft Wieningen das Gespräch mit den Teilnehmern zu suchen.

Freitag, 03.05.2019, 07:56 Uhr
Grenzerkundung im Südosten des Gemeindegebietes. Zumeist ging‘s per Fahrrad, manchmal auch zu Fuß an die Nahtstellen der Gemeinde zu den Nachbarkommunen.
Grenzerkundung im Südosten des Gemeindegebietes. Zumeist ging‘s per Fahrrad, manchmal auch zu Fuß an die Nahtstellen der Gemeinde zu den Nachbarkommunen. Foto: Günther Wehmeyer

Pieper ist Abgeordneter des Europäischen Parlaments und kandidiert für den CDU-Bezirksverband Münsterland für die bevorstehende Europawahl . Mit dabei war auch Elke Duhme. Sie kandidiert auf Platz zwei des Bezirksverbandes. „Sie dürfen schauen wohin Sie wollen: Dass wir mit so viel unterschiedlichen Nationen in Frieden und Freiheit leben dürfen ist weltweit einmalig“, zählte der Europaabgeordnete die vielen Vorteile auf, die mit Europa verbunden sind. „Europa ist kein Elite-Projekt nur für die Wirtschaft sondern es profitiert jeder Einzelne davon.“

Magdalene Wierbrügge, Vorsitzende der Everswinkeler CDU-Ortsunion (Mitte) begrüßte zu Beginn des Schnatgangs Elke Duhme und Dr. Markus Pieper (2.v.l.) als Kandidaten für die Wahl zum Europaparlament.

Magdalene Wierbrügge, Vorsitzende der Everswinkeler CDU-Ortsunion (Mitte) begrüßte zu Beginn des Schnatgangs Elke Duhme und Dr. Markus Pieper (2.v.l.) als Kandidaten für die Wahl zum Europaparlament. Foto: Günther Wehmeyer

Der Schnatgang der CDU , bei dem die Grenzen zu den benachbarten Kommunen erkundet werden, gab es in diesem Jahr in der 21. Auflage. Die organisatorischen Fäden hatte wie immer Ludger Klaverkamp in den Händen. „Inzwischen sind wir an allen Grenzabschnitten zum Teil schon mehrmals gewesen“, so Klaverkamp. „An den Stellen, die wir heute aufsuchen, waren wir schon einmal vor elf Jahren.“

Mit dem Vorabend zum 1. Mai hatten die Veranstalter offensichtlich einen günstigen Termin gewählt, und auch das Wetter hätte besser nicht sein können. Und so waren mehr als 50 Frauen und Männer der Einladung zum Schnatgang gefolgt. Ziel waren die südlichen und östlichen Grenzen nach Hoetmar und Sendenhorst. Wegen der örtlichen Gegebenheiten und der Länge der Strecke wurde aus dem Schnatgang dann zum großen Teil eine „Schnatfahrt“ mit dem Rad.

Der Heimatvereins-Vorsitzende Josef Beuck hatte an den einzelnen Haltepunkten Interessantes zu berichten.

Der Heimatvereins-Vorsitzende Josef Beuck hatte an den einzelnen Haltepunkten Interessantes zu berichten. Foto: Günther Wehmeyer

Kurze Fußwege führten an einigen Stellen direkt an den Grenzverlauf. Vom Hof Hanhart ging’s mit mehreren Stopps vorbei am Hof Füllenkemper, Richtung Ketteler Horst und zur so genannten Landwehr an der Grenze zu Sendenhorst. Die Erläuterungen an den jeweiligen Haltepunkten hatte der Heimatvereins-Vorsitzende Josef Beuck übernommen. Der zeigte sich ausgesprochen gut vorbereitet, und so erfuhren die „Grenzgänger“ allerlei Wissenswertes über die Herkunft der Namen der Bauerschaften und die Bedeutung der einzelnen Flurnamen. Bekanntlich hatte sich Beuck bei der Erstellung des Flurnamenkatasters mit diesen Themen ausführlich beschäftigt. Dass die Grenze zwischen Hoetmar und Everswinkel mitten durch den Hof Eickhoff geht – die Scheune in Hoetmar, die restlichen Gebäude in Everswinkel – und dass „Liekenweg“ für „Leichenweg“ steht, waren nur einige Besonderheiten, die man erfuhr. Abschluss des Schnatgangs war der Hof Querdel in Schuter, wo der Abend bei Bratwurst und Getränken ausklang.

Starke Beteiligung: Mehr als 50 Teilnehmer machten sich vom Magnusplatz aus auf den Weg zum diesjährigen Schnatgang.

Starke Beteiligung: Mehr als 50 Teilnehmer machten sich vom Magnusplatz aus auf den Weg zum diesjährigen Schnatgang. Foto: Günther Wehmeyer

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