Gruppe „Fit ab 50“ besucht Alexianer-Klinik
Einblick in den Maßregelvollzug

Everswinkel -

Die Christophorus Klinik für forensische Psychiatrie der Alexianer in Münster-Amelsbüren war das jüngste Ziel der Radgruppe „Fit ab 50“. In jener Klinik werden 54 straffällig gewordene, intelligenzgeminderte Patienten behandelt, bei denen das Gericht eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß Paragraf 63 StGB angeordnet hat.

Samstag, 04.05.2019, 06:17 Uhr
Amelsbüren war jüngst das Ziel der Gruppe „Fit ab 50“. Dort verschafften sich die Ausflügler einen Eindruck von der dortigen Alexianer-Klinik.
Amelsbüren war jüngst das Ziel der Gruppe „Fit ab 50“. Dort verschafften sich die Ausflügler einen Eindruck von der dortigen Alexianer-Klinik.

Begrüßt wurden die insgesamt 31 Radler und Radlerinnen vom Pflegedirektor der Klinik , Renko Janßen , und Inge Gausepohl (Qualitätsmanagement Kliniken). Der Pflegedirektor vermittelte zunächst einen kurzen Überblick über den Maßregelvollzug. Der bedeutet nicht Strafvollzug und ist nicht Sicherungsverwahrung, heißt es im Pressebericht der Gruppe „Fit ab 50“.

„Maßregelvollzug leistet die fachgerechte Behandlung und sichere Unterbringung von Straftätern, die aufgrund ihrer psychischen oder Suchterkrankung das Unrecht ihrer Straftat nicht einsehen können. Diese Täter werden in der Regel von Gerichten als nicht oder vermindert schuldfähig in forensisch-psychiatrische Kliniken eingewiesen – im Unterschied zu schuldfähigen, für ihre Tat voll verantwortlichen Rechtsbrechern, die überwiegend in Justizvollzugsanstalten kommen. Daher sprechen sie in der Klinik auch ausschließlich von Patienten.“

Für jeden Patienten werde ein individuelles, seinen intellektuellen Fähigkeiten angepasstes Behandlungsprogramm erstellt. Langfristiges Ziel sei es, den Patienten auf ein Leben außerhalb der forensischen Klinik vorzubereiten, ohne dass er in straffälliges Verhalten zurück verfällt, machte Janßen deutlich. In Amelsbüren sind 54 ausschließlich männliche Patienten in Behandlung.

Bei einem Rundgang über das Klinikgelände konnte sich die Besuchergruppe von den vielfältigen Therapiemöglichkeiten – insbesondere im handwerklichen und kreativen Bereich – einen Überblick verschaffen.

In der klinikeigenen Kapelle standen Janßen und Gausepohl anschließend für Fragen zur Verfügung. Die Everswinkeler Gruppe unter der Leitung von Günter Hein und Karl Stelthove verabschiedete sich mit einem Dank und neuen, verständnisvolleren Erkenntnissen gegenüber den straffällig geworden Patienten. Im „Café am Sinnespark“ auf dem Alexianer Campus wurde noch eine kurze Pause eingelegt, um gestärkt die Reststrecke der zirka 53 Kilometer langen Halbtagestour zurück nach Everswinkel anzutreten.

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