Fehlbefüllung nimmt zu – Gemeinde warnt
Mehr Plastik und Co. im Biomüll

Everswinkel -

Die Gemeindeverwaltung läutet die Alarmglocke: Der Biomüll im Kreis Warendorf hat bei der Beurteilung durch das Kompostwerk in Ennigerloh für das vergangene Jahr 2018 keine „gute Note“ bekommen. Das Problem: Immer mehr Plastik und andere Fremdstoffe „verunreinigen“ den Bioabfall. Das kann Folgen haben für den einzelnen Haushalt.

Freitag, 10.05.2019, 07:51 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 14:14 Uhr
Das sieht nur zum Teil nach „Bio“ aus: Entladener Biomüll am Kompostwerk in Ennigerloh. Was die Befüllungsreinheit in den Tonnen angeht, so gab es für das vergangene Jahr schlechte Noten. Fehlbefüllungen könnten auch zu einem Anstieg der Müllgebühren führen.
Das sieht nur zum Teil nach „Bio“ aus: Entladener Biomüll am Kompostwerk in Ennigerloh. Was die Befüllungsreinheit in den Tonnen angeht, so gab es für das vergangene Jahr schlechte Noten. Fehlbefüllungen könnten auch zu einem Anstieg der Müllgebühren führen.

„Die schlechte Qualität des Biomülls kommt daher, dass im Biomüll immer mehr Störstoffe enthalten sind, die dort nicht hingehören, wie zum Beispiel Kunststofftüten, Pflanzenumtöpfe, Kronkorken, Verpackungsmaterialien mit Speiseresten und ähnliches“, teilt die Gemeinde in einer Presseinformation mit.

Im Umgang mit der Biotonne vermittelt die Gemeinde einige Tipps für die richtige Befüllung der Tonne. So sollten zunächst ein bis zwei Bögen Zeitungspapier – nach dem Lesen der Lektüre – in die Biotonne gelegt werden, bevor sie befüllt wird. So würden klebende Reste am Tonnenboden vermieden. Natürlich sollten weder Müllbeutel aus Plastik noch Verpackungen aus Plastik, Aluminium oder Glas in der Biomülltonne landen, sondern stattdessen sollte der Beutel entweder ausgekippt oder der Bioabfall in einer Papiertüte bzw. Zeitungspapier in die Tonne gegeben werden.

Sollten fehlbefüllte Mülltonnen gefunden werden, werden diese nicht mit abgefahren.

Hinweis der Gemeindeverwaltung zu geplanten Stichproben

Nahezu 40 Prozent des Hausmülls seien kompostierbar. Alle diese Abfälle, die nachfolgend aufgeführt werden, „haben nichts im Restmüll, unseren Wäldern oder Gräben zu suchen“. Deshalb appelliert die Gemeindeverwaltung an alle Bürger, „bei der Befüllung der Biotonne sensibel zu sein“. In die Biotonne gehören demnach Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Teereste, Kaffeefilter, Teebeutel, alle Arten von Speiseresten, mit Papiertüchern aufgenommenes Fett oder Speiseöl, feste Fette (etwa Frittierfett), verdorbene Milchprodukte (natürlich ohne Becher), Fleischreste, Knochen und Fischgräten, Stroh, Wolle, Haare, Federn, natürlicher Kleintiermist, Sägemehl und Sägespäne von unbehandeltem Holz, Topf- und Schnittblumen, Wurzelballen, Gras- und Rasenschnitt, Laub, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt, Wild- und so genannte „Unkräuter“ sowie erkrankte Pflanzen und Pflanzenteile (z.B. mit Mehltau).

Die Gemeindeverwaltung möchte die Bürger mit diesen Informationen darauf hinweisen, „der Abfallberatung zu folgen, um auszuschließen, dass auf Dauer wegen Fehlfüllungen die Müllgebühren weiter steigen müssen“. Im laufenden Jahr 2019 würden Stichproben während der Biomüllabfuhr vorgenommen. „Sollten hierbei fehlbefüllte Mülltonnen gefunden werden, werden diese nicht mit abgefahren. Es wird dann erforderlich sein, den Bioabfall nachzusortieren.“

Bei Fragen zur korrekten Befüllung von Müllgefäßen ist Ingo Wißmann in der Gemeindeverwaltung der Ansprechpartner ( ✆ 8 82 07).

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