Familien- und Sozialausschuss tagt im neuen Johannes-Kindergarten
Kindergarten-Welt ist in Ordnung

Everswinkel -

In der Vitus-Gemeinde ist die Kindergarten-Welt in Ordnung. Das, was schon länger bekannt ist, wurde durch Frank Peters, Jugendhilfeplaner beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf, nun erneut bestätigt. Als Gast des Familien- und Sozialausschusses, der am Mittwochabend im neuen Johannes-Kindergarten tagte, hatte er die neuen Zahlen für das nächste Kindergartenjahr 2019/2020 in der Tasche.

Freitag, 24.05.2019, 10:18 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 10:20 Uhr
Auf der Tagesordnung für die Mitglieder des Familien- und Sozialausschusses stand eine umfassende Besichtigung des neuen Johannes-Kindergartens an der Droste-Hülshoff-Straße.
Auf der Tagesordnung für die Mitglieder des Familien- und Sozialausschusses stand eine umfassende Besichtigung des neuen Johannes-Kindergartens an der Droste-Hülshoff-Straße. Foto: Klaus Meyer

Erfreuliche Nachricht für die Gemeindeverwaltung und die Kommunalpolitiker: Bei der U3-Betreuung hat die Gemeinde mit 65,5 Prozent die beste Versorgungsquote im Kreis. Der Kreis insgesamt kommt auf 46 Prozent.

In absoluten Zahlen bedeutet das: Auf 220 Kinder in der Altersklasse kommen derzeit 144 Plätze; 36 davon in der Kindertagespflege. Die Zahl der KiTa-Plätze steigt nach dem laufenden Jahr fürs kommende KiTa-Jahr noch einmal an von 408 Plätzen derzeit auf dann 423. Dies ist der Fortführung des ehemaligen Johannes-Kindergartens an der Bergstraße durch die Katholische Kirchengemeinde mit 35 Plätzen zu verdanken wie auch dem Fortbestand der „Filiale“ des Weidenkorbs im ehemaligen Stöppkenhues. Im Ü3-Bereich kommt die Gemeinde auf eine Versorgungsquote von 107,5 Prozent; sprich 293 Kindern stehen 315 Plätze gegenüber. Kreisweit sind es 102,3 Prozent. „Die Familien bekommen wieder mehr Kinder, was ja erfreulich ist“, bilanzierte Peters .

Service-Station für die ganz Kleinen: Zum Windelnwechsel können sie selbst über eine kleine Treppe zur Kommode hochlaufen.

Service-Station für die ganz Kleinen: Zum Windelnwechsel können sie selbst über eine kleine Treppe zur Kommode hochlaufen. Foto: Klaus Meyer

Die Planungen für ein neues KiTa-Jahr beginnen schon im November des Vorjahres, zeigte Peters auf. Dann, wenn die KiTas im Zuge der Anmeldephase ihre Türen weit öffnen. „Es ist uns ganz wichtig, ein System zu haben, wo Eltern die Einrichtungen besuchen können“, betonte der Jugendhilfeplaner. Der persönliche Kontakt mit Kindergartenleitung und Betreuern sei sehr wichtig. 35 Stunden ist die von den Eltern am meisten bevorzugte Betreuungszeit, berichtete Peters. 53 Prozent der Eltern (226 Kinder) haben sich für diese Buchungszeit entschieden. 35 Prozent der Eltern (148 Kinder) wählten die höhere Stundenzahl von 45, zwölf Prozent der Eltern (49 Kinder) die niedrigere mit 25 Stunden.

Ich bin ganz begeistert. Es ist ein tolles Haus geworden, viele Synergieeffekte sind hineingeflossen.

Ausschussvorsitzender Wolfgang Effing (FDP)

Vorausgegangen war der Präsentation der aktuellen Zahlen ein ausgiebiger Rundgang der Ausschussmitglieder durch den neuen Johannes-Kindergarten zusammen mit KiTa-Leiterin Cordula Fislage . Die schwärmte bei der Führung durch die großzügigen, hellen und hochwertig wie funktional ausgestatten Räumlichkeiten von dem am 15. September vergangenen Jahres bezogenen Gebäude. 800 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Die große helle Eingangshalle, die unterschiedlichen Räume für die Kinder mit verschiedenen Themenbereichen, die Top-Küche mit Vorratsraum, der Personalraum, die Nasszellen und das üppige Außengelände auf dem 2 000-Quadratmeter-Grundstück sind beeindruckend. „Der Platz war in der Bergstraße nicht da“, freut sich Fislage. In der Tat.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich beeindruckt von den großzügigen und bestens ausgestatteten Räumen der KiTa.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich beeindruckt von den großzügigen und bestens ausgestatteten Räumen der KiTa. Foto: Klaus Meyer

„Großes Highlight sind unsere Akustikdecken“, wies sie aufs angenehme Akustik-Klima hin. 75 Kinder besuchen die Eintrichtung, zwölf Betreuungskräfte stehen zur Verfügung. Fislage erläuterte auch das offene Konzept des Kindergartens. Auf dem Papier gebe es zwar vier Gruppen, aber während des Tages könnten sich die Kinder frei bewegen. „Sie haben die freie Raumwahl, die freie Wahl der Spielpartner und der Bezugspersonen.“ Aber: „Offen heißt nicht unstrukturiert, es ist eher das Gegenteil.“ Es gebe eine feste Rahmenstruktur, feste Regeln, „und es wird auch auf die Einhaltung geachtet“. Jugendhilfeplaner Peters würdigte das Konzept als „eine Bereicherung im Ort“.

Die große und helle Eingangshalle ist ein Trumpf des neugebauten Johannes-Kindergartens.

Die große und helle Eingangshalle ist ein Trumpf des neugebauten Johannes-Kindergartens. Foto: Klaus Meyer

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