„Bühne frei!“ mit begeisternden Gästen
Musikalische Mai-Bowle

Everswinkel -

Schon Ende März, bei ihrer Premiere als Sprecherin der Kleinkunstabende „Bühne frei!“ des Kulturkreises, hatte Marita Teunissen den Abend unter ein farbiges Motto gestellt. Damals war es „Gelb“. Diesmal lautete die Devise: „Grün und frisch, wie der Mai!“. Rein musikalisch ging es bei der Frühlingsausgabe zu. Die Gäste wussten das Publikum durchweg zu begeistern.

Montag, 27.05.2019, 05:45 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 17:34 Uhr
Musik, die in den Himmel steigt: Thomas Mathey sowie Michaela und Ralf Leismann von „Sky-Pilot“ präsentierten selbst geschriebene Songs
Musik, die in den Himmel steigt: Thomas Mathey sowie Michaela und Ralf Leismann von „Sky-Pilot“ präsentierten selbst geschriebene Songs Foto: Marion Bulla

Die Moderatorin selbst präsentierte sich entsprechend der Farbvorgabe – in apfelgrüner Jacke, einer Hose mit Wildblumenwiesen-Muster und pastellgrünen Schuhen. „Jeder, der heute etwas Grünes an hat, bekommt ein Glas mit grünem Fruchtgummi“, verkündete sie, bevor der erste Künstler loslegte.

Marita Teunissen führte gut gelaunt durch den Abend.

Marita Teunissen führte gut gelaunt durch den Abend. Foto: Marion Bulla

Michael Hartenberger ist nicht ganz unbekannt in Everswinkel. Schon beim Frühlingsfest vor wenigen Wochen, war der 21-Jährige Musiker zu Gast im Vitus-Dorf. Sein Auftritt beeindruckte Teunissen derart, dass sie den Recklinghausener gleich ansprach, um ihn für „Bühne frei!“ zu gewinnen. Hartenberger sagte damals gerne zu und zeigte nun erneut, was in ihm steckt. Er intonierte neben langsamen Stücken wie „Too close“ von Alex Claire ebenso fetzige Songs, etwa „Save Tonight“ von Eagle‐Eye Cherry. Der Musiker kopiert nicht einfach, er präsentiert die Stücke auf seine ganz eigene Weise. Vor allem „Man in the Mirror“ von Michael Jackson begeisterte die Zuhörer. Aber auch seine eigenen Komposition „Shout it out“ kam gut an. „Ihr seid ein cooles Publikum“, lobte der Gitarrist, der in erster Linie als Straßenmusiker unterwegs ist, am Ende die Besucher.

Michael Hartenberger begeisterte seine Zuhörer mit Covermusik aber auch mit eigenen Kompositionen.

Michael Hartenberger begeisterte seine Zuhörer mit Covermusik aber auch mit eigenen Kompositionen. Foto: Marion Bulla

Der zweite Act war ganz anderer Art. Allein der Name der Band „Vielleicht vier…?“ zeigt, dass die drei Mitglieder Rudolf Beckmann, Marceline Daukant und Marvin Horstbrink mit jeder Menge Humor ausgestattet sind. Gerne wären sie nämlich zu viert. Erst seit Januar diesen Jahres macht das Trio gemeinsam Musik. Dennoch wirken sie in kollektiver Harmonie. Die drei haben keine Berührungsängste und beziehen stets ihr Publikum mit ein. So schafften sie es mühelos, die Besucher in den Bann zu ziehen. „Jetzt müsst Ihr unbedingt mitsingen“, ermunterte die Band und stimmte „Aloha heja he“ von Achim Reichel an. Das machten die Musikfreunde gern, und nicht nur einmal. Bei „Im Wagen vor mir“, ein Lied aus den 1970er-Jahren von Henry Valentino, gab es kein Halten mehr. Alle stimmten mit ein.

Die Band „Vielleicht vier..!“ um Rudolf Beckmann, Marceline Daukant und Marvin Horstbrink hatte neben dem humorigen Namen ebenso tolle Musik im Gepäck, die alle in den Bann zog.

Die Band „Vielleicht vier..!“ um Rudolf Beckmann, Marceline Daukant und Marvin Horstbrink hatte neben dem humorigen Namen ebenso tolle Musik im Gepäck, die alle in den Bann zog. Foto: Marion Bulla

Nach der Pause ging es rasant weiter. „Sky-Pilot“ rockte die Bühne. Thomas Mathey sowie Michaela und Ralf Leismann sangen ausschließlich selbst geschriebene Songs. Dass es als Geschenk für „Ersttäter“ immer den „Eberhard“ – einen kleinen Plüsch-Eber – gibt, freute besonders Michaela Leismann. Denn sie hatte ihre Glücksfledermaus ähnlicher Art im Urlaub verloren und nimmt nun an dessen Stelle das Wahrzeichen Everswinkel mit zu den Konzerten. „Sky-Pilot“ sang unter anderem von Verlierern, einen Protestsong zu „Friday for Future“ und von hoffnungsloser Liebe. Gemäß des Bandnamens: Tolle Musik, die in den Himmel steigt.

Den letzten Auftritt des Abends übernahmen Achim Reichert und Thomas Brucke von „Brotlos“ , deren mitreißendes Akustik-Programm ebenso aus ihrer eigenen Feder stammt.

Den letzten Auftritt des Abends übernahmen Achim Reichert und Thomas Brucke von „Brotlos“ , deren mitreißendes Akustik-Programm ebenso aus ihrer eigenen Feder stammt. Foto: Marion Bulla

Als letzte Künstler des Abends kamen „Brotlos“ aus Beckum. „Ich hätte eher auf haarlos getippt“, rief eine Zuschauerin. Das hätte auch gepasst, denn beiden fehlt es an Haaren, allerdings nicht an Talent. Mit sehr viel Gefühl überzeugten Achim Reichert und Thomas Brucke mit ihren Songs, die von den ganz unterschiedlichen Kuriositäten des Lebens handeln. Etwa von Menschen, die sich aus Liebe oftmals wie Idioten aufführen. Aber auch Sprüche aus den 80ern hat das Duo zu einem Lied verwoben. Alles in allem – ein gelungener Mix für jeden Musikfreund.

Das Publikum freute sich über den gelungenen Mix, der diesmal rein musikalischer Natur war.

Das Publikum freute sich über den gelungenen Mix, der diesmal rein musikalischer Natur war. Foto: Marion Bulla

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