Achtklässler der Waldorfschule machen Theater
Schaurig-lustiger Bühnenspaß

Everswinkel -

Schaurig lustig ist wohl die beste Beschreibung für die Theateraufführung der Freien Waldorfschule Everswinkel. Gleich vier Mal haben die Achtklässler ihr schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt. „Arsen und Spitzenhäubchen“ lautet der Titel der schwarzen Komödie von Joseph Kesselring, für die die Achtklässler fast vier Wochen ihren regulären Unterricht ausfielen ließen.

Samstag, 01.06.2019, 09:06 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 09:20 Uhr
„Arsen und Spitzenhäubchen“: Mortimer entdeckt das dunkle Geheimnis seiner Tanten Abby und Martha. Darauf angesprochen, erzählen sie ganz unverblümt von weiteren Morden.
„Arsen und Spitzenhäubchen“: Mortimer entdeckt das dunkle Geheimnis seiner Tanten Abby und Martha. Darauf angesprochen, erzählen sie ganz unverblümt von weiteren Morden. Foto: Karina Linnemann

Statt normaler Schulstunden wurde geprobt, Text gelernt, die Requisite gebaut und Kostüme ausgesucht. „Solch ein Projekt stärkt ungemein die Gemeinschaft“, betonte Andrea Witte , Klassenlehrerin der 25 Schüler. Das Theaterstück „Arsen und Spitzenhäubchen“ hatten sich die Schüler selbst ausgesucht. Die Kriminalkomödie aus den 40er Jahren handelt von zwei älteren Damen, die in einem der ältesten Anwesen des New Yorker Stadtteils Brooklyns, leben.

Die beiden liebenswürdigen Schwestern Abby und Martha Brewster kümmern sich fürsorglich um ihren verrückten Neffen Teddy, der ebenfalls bei ihnen lebt. Zudem kümmern sie sich darum, alleinstehenden alten Herren zu ihrem Frieden zu verhelfen. Dass dies nichts Gutes verheißt, merkt Mortimer, ein weiterer Neffe der Schwestern. Er findet zufällig eine Leiche im Haus seiner beiden ach so liebenswerten Tanten. Mortimer spricht die Schwestern auf seinen schockierenden Fund an. Diese reagieren völlig unbekümmert und zählen weitere Leichen auf.

Solch ein Projekt stärkt ungemein die Gemeinschaft.

Klassenlehrerin Andrea Witte

Wie der Titel bereits verrät, sind alle durch das Gift Arsen gestorben. Abby und Martha mischen es in Getränke, um die alleinstehenden Männer von ihrem angeblichen Leid zu befreien. „Ich hatte zunächst Bedenken, dass ein Stück in dem Morde und Leichen vorkommen, etwas zu viel ist. Immerhin haben es auch unserer Erstklässler gesehen. Dies war aber unbegründet, es ist einfach ein sehr lustiges Theaterstück, und alle Zuschauer haben herzlich gelacht“, berichtete Andrea Witte.

Nach zwei schulinternen Auftritten hatte auch die Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich das Stück anzusehen. Lauter Applaus und ebenso lautes Gelächter waren im Schulsaal der Waldorfschule zu hören. Die jungen Schauspieler verkörperten ihre Rollen nahezu perfekt und überraschten sogar mit Tanz- und Gesangseinlagen.

Zur Einstimmung auf das Theaterstück der Waldorfschüler sangen zwei Schülerinnen das Lied „New York“ von Alicia Keys.

Zur Einstimmung auf das Theaterstück der Waldorfschüler sangen zwei Schülerinnen das Lied „New York“ von Alicia Keys. Foto: Karina Linnemann

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