Grundschüler für Klimaschutz
Damit die Erde wieder atmen kann

Everswinkel -

Die Botschaft ist klar: „Hilfe, ich ersticke!“, sagt die Weltkugel, die die dritten und vierten Klassen der Everswinkeler Grundschule jetzt in der Kunst-AG erschaffen haben. Ihr plakatives Kunstwerk übergaben sie am Dienstag an Bürgermeister Sebastian Seidel und Bernd Schumacher, Leiter des Amtes für Planen, Bauen, Umwelt. Dabei besichtigten sie auch direkt den neuen Plastikvermeidungs-Lehrpfad der KLJB.

Mittwoch, 05.06.2019, 07:00 Uhr
Die Weltkugel ruft um Hilfe: Beim Thema Plastikmüll ließen die Teilnehmer der Kunst-AG unter Leitung von Gundula Voges (hinten, Mitte) ihrer Fantasie freien Lauf. Am Dienstag übergaben sie ihr Kunstwerk Bürgermeister Sebastian Seidel (l.) und Bernd Schumacher vom Umweltamt. Die perfekte Gelegenheit, den Plastikvermeidungs-Lehrpfad zu besichtigen, den die Landjugend in ihrer 72-Stunden-Aktion errichtet hatte. Die KLJB-Mitglieder Kim-Sophie Lindard und Tobias Wessel-Terharn stellten ihn vor.
Die Weltkugel ruft um Hilfe: Beim Thema Plastikmüll ließen die Teilnehmer der Kunst-AG unter Leitung von Gundula Voges (hinten, Mitte) ihrer Fantasie freien Lauf. Am Dienstag übergaben sie ihr Kunstwerk Bürgermeister Sebastian Seidel (l.) und Bernd Schumacher vom Umweltamt. Die perfekte Gelegenheit, den Plastikvermeidungs-Lehrpfad zu besichtigen, den die Landjugend in ihrer 72-Stunden-Aktion errichtet hatte. Die KLJB-Mitglieder Kim-Sophie Lindard und Tobias Wessel-Terharn stellten ihn vor. Foto: Ines-Bianca Hartmeyer

Joghurtbecher, Kartoffelnetze, Einwegflaschen – die Weltkugel scheint unter der Last des Plastikmülls förmlich zu ächzen. Die Botschaft ist auch ohne das Schild klar: „Hilfe, ich ersticke!“

Dieses plakative Kunstwerk, das gestern Bürgermeister Sebastian Seidel und Bernd Schumacher , Leiter des Amtes für Planen, Bauen, Umwelt, entgegen nahmen, stammt von ganz jungen Umweltschützern: Für ihr aktuelles Projekt in der Kunst-AG haben sich die dritten und vierten Klassen der Everswinkeler Grundschule das Thema „Klimaschutz“ auf die Fahnen geschrieben. Mehrere Stunden lang drehte sich alles darum, wie man Müll vermeiden oder wenigstens fachgerecht entsorgen kann. „Dazu sind wir unter anderem in die Müllverwertungsanlage nach Ennigerloh gefahren“, schildert Kunstlehrerin Gundula Voges, die das Projekt betreut. „Diese Mengen an Müll . . . das war schon erschreckend!“

Das fanden die Kinder auch – und sammelten Ideen, wie sie dazu beitragen können, die Erde zu entlasten: „Butterbrotdose statt Tüte!“, sagte eine der kleinen Künstlerinnen wie aus der Pistole geschossen. „Wasser aus dem Hahn statt Plastikflasche“, ergänzte ihre Mitschülerin.

Weitere Ideen bietet seit der Europawahl ein ganz besonderes Projekt: der Plastikvermeidungs-Lehrpfad der Everswinkeler Landjugend rund ums Ortszentrum. „Entstanden ist er im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der KLJB “, erläuterten Seidel und Schumacher, als sie am Dienstag mit den Kindern die acht Stationen abgingen. Die Landjugendlichen hatten bei der Gemeinde angefragt, welche Aufgabe im Sinne der Verwaltung wäre – und da ein Lehrpfad eh auf der Wunschliste stand, warfen Schumacher und Seidel das Projekt in den Ring.

Was die Landjugend dann aber innerhalb von drei Tagen daraus gemacht hat, hätte die Verwaltung nicht erwartet: „Ich war total begeistert!“, unterstreicht Bernd Schumacher. Entstanden sind acht Holz-Stelen mit Infos und Rätselfragen. Wer alle Fragen richtig beantwortet hat, findet am Ende anhand der gesammelten Buchstaben das richtige Lösungswort heraus.

So dreht sich an Station 7 in Sichtweite des Schweinebrunnens alles ums Thema „Weichmacher“. Die Partikel, die die Industrie dem Plastik beimischt, damit es sich besser verarbeiten lässt, stehen im Verdacht, Krankheiten hervorzurufen. Biobasierte Alternativen sind gefragt.

Zum Glück enthalten nicht alle Alltagsgegenstände Weichmacher. Beim Quiz hatten die Kinder zur Auswahl: Frischhaltefolie, Mehrwegflaschen, Gummistiefel oder Einweg-Flaschen. Klar wussten sie die Antwort sofort!

Wer selbst noch Nachholbedarf sieht bei seinem Umweltwissen, sollte in der Vorweihnachtszeit im Rathaus vorbeischauen. Dann nämlich plant Schumacher eine vierwöchige Ausstellung rund ums Thema Plastik. Einen Ehrenplatz erhält natürlich die Weltkugel der Kunst-AG – auf, dass sie in kommenden Jahren weniger ächzen wird  . . .

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