Raiffeisen zieht Fazit
Insgesamt positive Bilanz

Everswinkel -

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe sich die Raiffeisen Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel auf dem Markt behaupten können. Das machte Aufsichtsratsvorsitzender Martin Homann-Niehoff auf der Generalversammlung deutlich. Vorstandsvorsitzender Carl Niehues gab allerdings auch zu bedenken, dass hinsichtlich der Gewinne durchaus noch Luft nach oben sei.

Freitag, 07.06.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 15:32 Uhr
Geschäftsführer Wolfgang Take präsentierte den Anwesenden die Bilanzzahlen des Jahres 2018. Kleines Bild: Vorstandsvorsitzender Carl Niehues (l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Martin Homann-Niehoff zeigten sich insgesamt zufrieden mit der Jahresbilanz.
Geschäftsführer Wolfgang Take präsentierte den Anwesenden die Bilanzzahlen des Jahres 2018. Kleines Bild: Vorstandsvorsitzender Carl Niehues (l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Martin Homann-Niehoff zeigten sich insgesamt zufrieden mit der Jahresbilanz. Foto: Karina Linnemann

Zufrieden blickte der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Homann-Niehoff am Mittwoch in die Gesichter zahlreicher Mitglieder der Raiffeisen Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel. Gemeinsam mit vielen Gästen hatte man sich zur Generalversammlung in der Gaststätte Diepenbrock eingefunden, um das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 zu beleuchten.

„Die Raiffeisen Warengenossenschaft Albersloh-Everswinkel konnte ihre Marktposition weiter festigen“, nahm Homann-Niehoff vorweg. Obwohl der Agrarbereich von einem starken Wettbewerb, sinkenden Tierzahlen und der Trockenheit auf den Höfen geprägt sei, habe man den Vorjahresumsatz laut Geschäftsführer Wolfgang Take leicht übertreffen können.

Der Umsatz von 21,6 Millionen Euro läge laut Take etwas über dem Niveau von 2017. „Wir haben die Herausforderungen der Agrarwirtschaft gut gemeistert“, so Take. Ebenfalls hätten sich der Brennstoffbereich und der Einzelhandel positiv entwickelt. In Everswinkel sei etwa der Verkaufsraum im Raiffeisen-Markt vergrößert worden, was einen höheren Umsatz zur Folge hatte. Die Genossenschaft erwirtschafte laut Take im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 51 000 Euro.

Mit einstimmigen Votum der Versammlung werden mit diesem Betrag die Rücklagen gestärkt. Darüber hinaus dürfen sich die 3000 Mitglieder über eine Dividende von zwei Prozent freuen. Zudem wurde über die Zahlung einer Warenrückvergütung auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder abgestimmt. Einstimmig wurde die Zahlung von 0,2 Prozent auf die bezogene Ware beschlossen.

Der Vorstandsvorsitzende Carl Niehues sprach in seinem Redebeitrag von einem Jahr, „das es in sich hatte“. „Wir haben zwar einen Gewinn gemacht – dieser ist aber nicht zufriedenstellend“, betonte er. Zudem beklagte er die derzeitige Gesetzgebung: „So manch‘ einem Schweinebauern mag die Lust vergehen, bei dem was die Politik verlangt.“

Dennoch zeigten sich die anwesenden Mitglieder zufrieden mit ihrer Genossenschaft. So wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet. Einig waren sich die Mitglieder auch bei den bevorstehenden Wahlen. Martin Homann-Niehoff wurde wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Markus Schulze Roberg und Christoph Gerd-Holling wurden ebenfalls wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Aufgrund der aktuellen Situation hatte die Genossenschaft als Gastredner Dieter Jürgens eingeladen. Er ist Mitarbeiter der Desintec-Abteilung der Agravis und sprach in seinem Vortrag über die angespannte Lage rund um den Ausbruch der afrikanischen Schweinepest auf einem Betrieb in Polen.

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