Ausbildungs-Forum in der Verbundschule
Mögliche Hemmschwellen abbauen

Everswinkel -

Damit Schüler und regionale Unternehmen sich rechtzeitig vor dem Schulabschluss „beschnuppern“ können, hatte die Verbundschule am Montagabend zu einem Ausbildungs-Forum eingeladen. Die Aktion stieß auf große Resonanz.

Donnerstag, 04.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 17:02 Uhr
Mechthild Ahlmann hatte ihre Tochter Antonia begleitet. Sie schauten am Stand von Jana Westermann, die in der Personalabteilung des St. Josef-Stifts tätig ist, vorbei (v. l.). Kleines Bild: Stefan Batkowski (l.) von der Gebäudereinigung Klarsicht erklärt Nico Nagel die Aufgabe eines Gebäudereinigers.
Mechthild Ahlmann hatte ihre Tochter Antonia begleitet. Sie schauten am Stand von Jana Westermann, die in der Personalabteilung des St. Josef-Stifts tätig ist, vorbei (v. l.). Kleines Bild: Stefan Batkowski (l.) von der Gebäudereinigung Klarsicht erklärt Nico Nagel die Aufgabe eines Gebäudereinigers. Foto: Marion Bulla

„Fachkräfte werden dringend benötigt!“ Das betonte Hubertus Kneilmann-Uekötter in seiner Begrüßung. Auch die Zahlen vor Ort belegten das: Am Freitag würden 98 Schüler entlassen. Davon hätten sich lediglich 24 für eine Ausbildung entschieden. „Das ist unserer Meinung nach viel zu wenig“, bedauerte der Schulleiter.

Ein Anlass gegenzusteuern und die Chancen in den Betrieben im Umland einmal vorzustellen. So hatte die Verbundschule am Montagabend zu einem Forum eingeladen. Sebastian Seidel zeigte sich begeistert von der Idee. „Die Unternehmen brauchen gute Mitarbeiter“, betonte der Bürgermeister.

Mitorganisator des Aktionstages Daniel Wenzek freute sich über die Vielzahl an Schülern, die vor allem aus dem Jahrgang neun kamen, sowie Firmen und auch Eltern. Diese hätten großen Einfluss auf ihren Nachwuchs.

„Mein Eindruck ist, dass viele Jugendliche gar nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen. Mir als Schüler würde es helfen, die Unternehmen zu kennen. Das Forum soll den ersten Kontakt herstellen und die Hemmschwelle senken“, erklärte der Pädagoge, bevor die neun Firmen den Besuchern kurz ihre Leistungen vorstellten.

Es gehe in erster Linie darum, Potenziale zu erkennen und Berufsfelder zu erkunden, denn bereits in der 10. Klasse würden Entscheidungen getroffen: Weiter die Schulbank drücken, oder eine Lehre beginnen? Viele Firmen seien jedenfalls auf der Suche nach Auszubildende. Vor Ort waren am Montag die Unternehmen Garten- und Landschaftsbau Theilmeier, St. Elisabeth-Stift, Lohmann Maschinenbau, Gebäudereinigung Klarsicht, Lohmann Möbel, Maschinentechnik Amsbeck BSW Anlagenbau. Auch die Gemeinde Everswinkel stellte sich als Arbeitgeber vor.

Es gab jede Menge Informationen für die aufmerksamen Zuhörer. Beispielsweise über die Aufstiegsmöglichkeiten in den verschiedenen Bereichen wie etwa bei der Pflege oder im Sozialen. Antonia hatte sich mit ihrer Mutter Mechthild Ahlmann zum Stand von Jana Westermann begeben. Letztere ist in der Personalabteilung des St. Josef-Stifts tätig und erklärte der 14-Jährigen die Vorteile einer Ausbildung in ihrem Haus. Und da gibt es einige. Die zahlreichen Möglichkeiten verblüfften. Man kann sich zur medizinischen Fachangestellten, Kauffrau im Gesundheitswesen, Gesundheits- und Krankenpfleger ausbilden lassen, und zudem gibt es noch einige Nischen im technischen Bereich.

Auch bei Iris Peveling hatte sich eine Traube an Interessierten gebildet. Die Amtsleiterin im örtlichen Rathaus erörterte die Chancen, die ihr Arbeitgeber, die Gemeinde, zu bieten hat.

Die „Mini-Berufsorientierungs-Messe“ war ein voller Erfolg. An jedem Stand tummelten sich einige wissbegierige Schüler. Positiv war, dass ihnen dort auch meistens ein Auszubildender der jeweiligen Firmen ihre Fragen beantwortete – auf Augenhöhe.

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