Entlassfeier der Waldorfschule
Abschied voller Emotionen

Everswinkel -

Emotionale Momente erlebten am Freitag die Schüler, Lehrer und auch Gäste bei der Entlassfeier an der Waldorfschule. Nach elf Schuljahren hieß es nun für 22 Heranwachsende Abschied nehmen. Betreuungslehrerin Bärbel Orth bescheinigte ihren Schützlingen eine „Super-Klassengemeinschaft“. Sie gab ihnen mit auf den Weg, politisch und gesellschaftskritisch zu bleiben und so die Welt zu bereichern.

Samstag, 06.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 17:02 Uhr
Mit ihren Betreuern stellten sich die Abschlussschüler noch einmal zu einem letzten Gruppenfoto auf. Kleines Bild: Die Schülersprecher Henrich Papenfort, Max Huhn, Paula Friedrich und Clara Büschken nahmen die Gäste der Feier locker-souverän zurück mit auf eine Zeitreise in die vergangene Schulzeit.
Mit ihren Betreuern stellten sich die Abschlussschüler noch einmal zu einem letzten Gruppenfoto auf. Kleines Bild: Die Schülersprecher Henrich Papenfort, Max Huhn, Paula Friedrich und Clara Büschken nahmen die Gäste der Feier locker-souverän zurück mit auf eine Zeitreise in die vergangene Schulzeit. Foto: Günther Wehmeyer

Über weite Strecken von großen Emotionen geprägt war die Abschlussfeier für die 22 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Freien Waldorfschule. Vor allem die Wortbeiträge von Betreuungslehrerin Silke Günther , Betreuungslehrer Alvydas Maksimovas und den Elternvertreterinnen Dorothee Stattmann, Katja Zimmermann und Gabriele Welling ließen erkennen, dass in den elf Schuljahren etwas gewachsen ist, das für alle Beteiligten mit wertvollen Erfahrungen verbunden war.

Den Anfang bei den Rückblicken aus unterschiedlichen Perspektiven machte Bärbel Orth , die in den ersten acht Jahren Betreuungslehrerin der jetzigen elften Klasse war. „Ihr wart eine Super-Klassengemeinschaft“, stelle sie der Abschlussklasse ein tolles Zeugnis aus. Nach dem „Zusammenraufen“ in der ersten Klasse sei die Klassengemeinschaft immer enger und besser geworden. „Für mich war ganz wichtig, dass Ihr mir vertraut habt, und dass ich Euch vertrauen konnte.“ Schon vor einem Jahr habe sie damit begonnen Wünsche aufzuschreiben, um sie jedem Einzelnen mit auf den Weg zu geben. „Ich wünsche mir, dass ihr politisch und gesellschaftskritisch bleibt, dass Ihr für die Welt da seid und so die Welt mit Euch bereichert.“

Locker aber dennoch souverän gestalteten sich die Erinnerungen der Schülersprecher Henrich Papenfort, Max Huhn, Paula Friedrich und Clara Büschken. „Theater wohl in jeder Hinsicht haben wir auch erlebt, aber wir konnten uns in unserer Schule immer frei entfalten“, war aus deren Mund zu hören. „Wir hatten eine schöne Zeit, die wir nicht so schnell vergessen werden.“

Betreuungslehrerin Silke Günther wünschte den jungen Leuten: „Habt Vertrauen in die Zukunft, ich glaube dass jeder von Euch die Kraft hat, diese Zukunft zu gestalten.“ Sie habe selbst viel gelernt „und es tut weh, Euch zu entlassen“.

Für die Eltern ergriff Gabriele Welling das Wort. „Ich hatte an dieser Schule sofort das Gefühl: Wir werden gesehen und wir dürfen so sein wie wir sind“, lobte sie die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern. Geduld, Entspannung, Zuversicht und Vertrauen habe sie an dieser Schule erlebt.

Silke Günther verkündete vor der Zeugnisvergabe nicht ohne Stolz, dass mit Clare Büschken und Anna Schulze Buschhoff erstmalig zwei Schülerinnen in allen Fächern mit der Note „Sehr gut“ die Prüfung bestanden hatten. „Ihr habt Euch persönlich auch sehr stark in den Schulalltag eingebracht“, formulierte Günther ihre Anerkennung.

Mit Musikbeiträgen von Sandra Batkowski und Cathrin Laara Brand hatte die Abschlussfeier einen anspruchsvollen musikalischen Rahmen. Das Schlusslied „Möge die Straße uns zusammen führen“, gesungen von der Lehrerschaft, brachte noch einmal die bewegende Atmosphäre des Festaktes zum Ausdruck.

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