Aktionstag am Mitmach-Museum
Tierischer Tag auf dem Hof

Everswinkel -

War das ein Gewusel am Sonntag Up’n Hoff. Die zahlreichen Besucher mussten tüchtig aufpassen bei ihrem Rundgang über das Gelände des Mitmach-Museums. Langhaardackel hier, Kurzhaardackel dort. Das Museums-Team hatte ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Es lag auf der Hand, dass für viele Besucher die Vierbeiner im Mittelpunkt des Interesses standen, aber auch die Tische des Hegerings Everswinkel waren umlagert.

Dienstag, 06.08.2019, 06:43 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 12:36 Uhr
Beim Aktionstag des Mitmach-Museums standen die Dackel im Mittelpunkt. Zuchtrichter Andreas Thornau (l.) übernahm die Begutachtung der Dackel.
Beim Aktionstag des Mitmach-Museums standen die Dackel im Mittelpunkt. Zuchtrichter Andreas Thornau (l.) übernahm die Begutachtung der Dackel. Foto: Susanne Müller

Die musikalische Umrahmung hatte das Jagdhornbläserkorps Everswinkel übernommen, das nicht nur das klassische Jagdsignal „Sau tot“, sondern zum Vergnügen der Anwesenden außerdem die „Teckelfanfare“ präsentierte. Für ihre jährliche Zuchtschau war die Ortsgruppe Warendorf im Deutschen Teckelklub auf dem Gelände, und etliche Hobby-Züchter waren gekommen; einige nur zum Zuschauen und für den Erfahrungsaustausch, andere, um ihre Hunde begutachten und am Rassestandard messen zu lassen.

ené Voß und sein Sohn Julian beim Bau eines Insekten-Hotels.

ené Voß und sein Sohn Julian beim Bau eines Insekten-Hotels.

Reinhard Auf der Landwehr, Zuchtwart der Ortsgruppe, erklärte: „Diese Prüfung dient der Erhaltung des Rassestandards.“ Am Ende steht die sogenannte Formwertnote, in der Regel ist ein „sehr gut“ die Grundvoraussetzung für die Zulassung zur Zucht. Die Besucher verfolgten aufmerksam, wie die zwölf für die Zuchtschau angemeldeten Hunde gemessen und auf dem Tisch kontrolliert wurden, was manchem Vierbeiner offensichtlich nicht ganz so angenehm war. Nicht nur Augen, Ohren, Zähne und Fell wurden begutachtet. Zudem mussten vom Zuchtrichter Andreas Thornau aus Salzuflen Rute und – bei Rüden – Hoden sorgfältig inspiziert werden. Entspannter verlief das anschließende Laufen auf der abgezäunten Wiese, bei dem der Körperbau und die Leinenführigkeit überprüft wurden. Für die Zuschauer besonders reizvoll: die kurze Präsentation der maximal sechs Monate alten „Puppies“.

Das Jagdhornbläserkorps Everswinkel unter der Leitung von Ulrich Rosier sorgte für die klingende Kulisse.

Das Jagdhornbläserkorps Everswinkel unter der Leitung von Ulrich Rosier sorgte für die klingende Kulisse.

Auf der anderen Gebäudeseite bot der Hegering Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Nistkästen für die rund um das Museum anzutreffenden Vogelarten sowie auch Insekten-Hotels zu bauen. Die Finanzmittel für den Kauf des Rohmaterials hatte die Sparkasse Münsterland Ost gespendet, das Füllmaterial für die Bienenhotels kam von heimischen Landwirten. René Voß war mit seinem achtjährigen Sohn Julian eigens aus Münster angereist. „Ich hatte den Veranstaltungstipp im Internet gelesen und fand das spannend.“ Er sei im Übrigen des Öfteren in Everswinkel – im Vitus-Bad, das gefalle ihm und seiner Familie besonders gut.

Dirk Folker, frischgebackener Schützenkönig des BSHV, hängt den ersten Nistkasten auf.

Dirk Folker, frischgebackener Schützenkönig des BSHV, hängt den ersten Nistkasten auf.

Wie immer bei Aktionstagen, bestand die Gelegenheit, einen Blick auf die beeindruckende Sammlung von historischen Geräten und Maschinen rund um das Thema Landwirtschaft zu werfen. Kalte und heiße Getränke, das beliebte hausgemachte Steinofenbrot und – anders als gewöhnlich – diesmal auch Wildbratwurst vom Grill wurden von den Gästen gerne angenommen und rundeten das bunte Angebot ab.

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