Resolution von Bündnis 90/ Die Grünen
Klimanotstand für die Gemeinde ausrufen

Everswinkel -

Bündnis 90/Die Grünen Everswinkel-Alverskirchen hat eine Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes für die Gemeinde Everswinkel mit folgendem Wortlaut beantragt:

Montag, 19.08.2019, 20:54 Uhr aktualisiert: 19.08.2019, 21:00 Uhr

„Zahlreiche Städte und Gemeinden haben bereits den Klimanotstand ausgerufen. Vor dem Hintergrund der drohenden Erderwärmung und der damit einhergehenden klimatischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Folgen haben die Vitus- Grünen sich nunmehr dieser Forderung angeschlossen und einen entsprechenden Antrag bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. Die Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen hätte für die Gemeinde Everswinkel damit höchste Priorität. Das Ausrufen des Klimanotstandes ist rechtlich nicht bindend, jedoch würde die Gemeinde Everswinkel sich ausdrücklich zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennen und feststellen, dass die bisherigen Maßnahmen und Planungen nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Sämtliche Bauvorhaben der Gemeinde würden durch einen Umweltschutzbeauftragten geprüft, um Lösungen zu finden, die sich lokal positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken. Sofern sich negative Auswirkungen ergeben, so hätte die Gemeinde hier ab der Ausrufung des Klimanotstandes Lösungen zu präsentieren.

Es ist für uns keine Symbolpolitik. Die Mehrheit der Menschen sieht den Klimawandel als größte Bedrohung für die Sicherheit und den globalen Wohlstand. Eigenverantwortung von Einzelpersonen kann das Problem allein nicht lösen. Deshalb braucht es auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene zielführende Maßnahmen, um dieser drohenden Katastrophe entgegenzuwirken.

Wir fordern daher eine konsequente Klimapolitik. Die Gemeinde Everswinkel hat in den letzten Jahren schon einige klimaschützende Maßnahmen durchgeführt. Es wurden zum Beispiel kommunale Gebäude modernisiert. Da geht aber noch mehr! Wir wünschen uns eine Verbesserung des ÖPNV-Angebotes, eine gezielte Förderung des Radverkehrs und eine Reduzierung/Begrenzung der jetzt schon zu hohen Pendlerströme und des innerörtlichen Autoverkehrs. Wir fordern den Erhalt von Freiflächen und naturnaher Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Aber auch im Bereich der Wirtschaftsförderung, der Digitalisierung liegen Chancen und Ansatzpunkte für klimaschützende Maßnahmen.“

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