Tag des offenen Denkmals
Seltener Blick auf wertvolle Unikate

Alverskirchen -

Wer wusste, dass sich das älteste Rauchfass des Bistums Münster im Besitz der Kirchengemeinde St. Agatha befindet? Diesen und andere wissenswerte Fakten konnten Besucher beim Tag des offenen Denkmals erfahren.

Dienstag, 10.09.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 19:15 Uhr
Alverskirchens Wandel ist Thema einer Ausstellung im Pfarrheim. Rege tauschten sich die zahlreichen Besucher aus. In der Schatzkammer berichtete Franziska von Twickel (r.) über manch bedeutenden Besitz der Gemeinde.
Alverskirchens Wandel ist Thema einer Ausstellung im Pfarrheim. Rege tauschten sich die zahlreichen Besucher aus. In der Schatzkammer berichtete Franziska von Twickel (r.) über manch bedeutenden Besitz der Gemeinde. Foto: Christopher Irmler

Der vergangene Sonntag stand ganz im Zeichen des bundesweiten Tags des offenen Denkmals . Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ gab es auch in Alverskirchen spannende Blicke hinter die Kulissen.

Im Mittelpunkt standen hierbei die katholische Pfarrkirche Sankt-Agatha-Kirche und das benachbarte Pfarrheim. In der Kirche war es Besuchern möglich, einen Blick in die Schatzkammer zu werfen. Dort, wo einst Kerzen aufbewahrt wurden, entstand ein kleiner, aber recht hoher Raum.

Hier präsentierte Franziska von Twickel, stellvertretende Vorsitzende des „Schatzkammer-Vereins“ ihren Besuchern so manch‘ historisches Unikat. So berichtete von Twickel nicht ohne Stolz vom ältesten Rauchfass des Bistums Münster, welches sich im Besitz der Kirchengemeinde befindet.

Im benachbarten Everswinkel befinde sich das älteste Fastentuch des Bistums, so von Twickel weiter. Das Exemplar der Alverskirchener Gemeinde sei nur wenig jünger. „Wir sind hier in Alverskirchen schon ziemlich gut.“ Die Frage nach der korrekten Aufbewahrung der Exponate konnte von Twickel schnell beantworten. In der Pfarrkirche profitiere die Gemeinde auch von den räumlichen Gegebenheiten. So befindet sich unter der Schatzkammer der Heizungsraum des Gotteshauses, was zu einem adäquaten Klima beitrage. Auch Dr. Hans-Joachim Hubrich, Vorsitzender der „Schatzkammerfreunde“, bot an diesem besonderen Tag der Denkmäler Führungen an. Stündlich stand das Duo interessierten Gästen Rede und Antwort und führte bereitwillig durch die Räume der Gemeinde. Gefragt war auch die renovierte und gänzlich neu gestaltete Sakristei, die eine wesentlich modernere Optik erhielt. Auch die große Kirchenpolitik – in diesem Fall das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) hinterließ deutliche Spuren in der westfälisches Gemeinde. So veränderte sich die Gestaltung des Kirchenraums grundlegend. Doch auch vor den Toren der Kirche folgte in den 1960er Jahren ein triefgreifender Wandel.

Rege tauschten sich darüber die Besucher im benachbarten Pfarrheim aus. Hier illustrierte die Ausstellung „Als die Moderne nach Alverskirchen kam: Umbrüche in der Kirchengestaltung und Ortskernentwicklung“ den Wandels des Dorfes. So befasste sich eine Station mit der neugestalteten Ortsdurchfahrt im Jahr 1968. Im Zuge der Straßenbaumaßnahmen wurde die 1892 eröffnete Mädchenschule abgerissen. Diesem Eingriff ist auch die Mauer vor der Kirche geschuldet – die Verantwortlichen hatten ein Absacken der Kirche befürchtet.

Es waren vor allem einige Zeitzeugen, die am Sonntag beim Anblick der Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf die Entwicklungen zurückblickten und berichteten.

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