Kommentar
Noch Luft nach oben

Zum Auftakt der Bürgerbeteiligung am Gemeindeentwicklungs-Konzept

Donnerstag, 12.09.2019, 19:14 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 11:20 Uhr

Das war er nun, der offizielle Auftakt für die Bürger, sich an der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungs-Konzeptes ( GEK ) zu beteiligen. Von knapp 9 800 Einwohnern waren rund 100 da. Darunter etliche der engagierten „üblichen Verdächtigen“ aus den Parteien und den Vereinsspitzen. Ein guter Anfang, ja. Aber da ist noch Luft nach oben. Vor allem bei der Jugend. Die fühlte sich am Mittwochabend – bis auf zwei Ausnahmen – noch gar nicht angesprochen. Das ist eine Herausforderung, die es zu lösen gilt. Und zwar direkt in den Schulen mit Projekten und Foren – inklusive Waldorfschule, die peinlicherweise bei der Bestands-Inventur völlig vergessen wurde. Erwartungsgemäß gab es den „Kessel Buntes“ aus Zufriedenheit, Kritik und Ideen. Manches bleibt vermutlich Wunschdenken, manches widersprach sich auch. Beispielsweise die Forderung nach mehr Bauland und Gewerbeflächen und die Forderung, weniger davon auszuweisen. Da gilt es abzuwägen, was wirklich gewollt und was zukunftstragend ist. Kein Kinderspiel in mancher Frage. Schließlich kann man nicht jeder politischen Entscheidung eine Bürger-Abstimmung voranstellen. Wichtig ist jetzt, dass der Elan nicht zum Strohfeuer wird. Mehr Bürger, die mehr mitmachen, kann nur die Devise laufen. Eine Massenbewegung für die Zukunft der Gemeinde, die deutlich über einem Prozent der Bevölkerung liegt. „Wir sind Everswinkel!“, und „Wir sind Alverskirchen“. Gemeinsam fürs Gemeinsame. Und am Ende darf nicht ein unverbindliches Bla-Bla-Papier stehen, das zwischen unterschiedlichen politischen Interessen zerbröselt wird oder in einer Schreibtisch-Schublade als Andenken verstaubt. Das wäre wahrlich vertrödelte (Zukunfts-)Zeit.

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