Trockenheit und Schädlinge setzen Fichten zu
Waldsterben ist nicht zu übersehen

Everswinkel -

Fachleute warnen schon seit Monaten vor dem „Waldsterben 2.0“. Mittlerweile ist das Phänomen auch schon längst vor Ort sichtbar. Auf dem Gelände der Präzi-Flachstahl AG beispielsweise ist der gesamte Fichtenbestand als Folge der beiden trockenen Sommer 2018 und 2019 abgestorben. Die Waldparzelle mit den skelettierten Bäumen wirkt wie ein Mahnmal des Klimawandels.

Donnerstag, 19.09.2019, 11:46 Uhr
Nur noch tote Bäume: Auf dem Gelände der Präzi-Flachstahl AG an der B64 ist die komplette Fichten-Parzelle abgestorben.
Nur noch tote Bäume: Auf dem Gelände der Präzi-Flachstahl AG an der B64 ist die komplette Fichten-Parzelle abgestorben. Foto: Klaus Meyer

Das Unternehmen Präzi bestätigt, „dass die Fichten kein schöner Anblick auf dem Gelände sind“ und sieht Handlungsbedarf. „Der Wald ist aufgrund seines Alters schlagreif, die letzten Sommer und der Borkenkäferbefall haben zum jetzigen Zustand beigetragen“, heißt es auf WN-Anfrage. Aus Gründen des Sichtschutzes sei bereits in den vergangenen Jahren ein Schutzstreifen angepflanzt worden.

Bundesweit wird von einer „Katastrophe“ in den deutschen Wäldern gesprochen. Trockenheit, Pilze, Schädlinge, Bakterien. Vor allem die Fichten sind leichte Opfer. Jetzt rächt sich auch die lange Praxis der Nadelbaum-Monokulturen. Laut dem Bund deutscher Forstleute gingen in den vergangenen beiden Jahren bereits 100 Millionen Altbäume verloren. Gemäß einer Studie der Humboldt Universität Berlin nimmt das Baumsterben in Deutschland seit 30 Jahren stetig zu. Jährlich gingen Bäume auf einer Fläche von über 3 000 Quadratkilometern verloren. Die Fichten auf dem Präzi-Gelände stehen vor der Fällung, „anschließend soll die Fläche wieder aufgeforstet werden. Die nächsten Schritte sind bereits eingeleitet“, so eine Unternehmenssprecherin

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