Tag der offenen Tür am 28. September
100 Jahre Waldorf-Pädagogik

Everswinkel -

100 Jahre Waldorfschulen – das Jubiläum der mittlerweile weltweit verbreiteten Bildungseinrichtung spielt natürlich auch bei der Freien Waldorfschule Everswinkel eine große Rolle, wenn am Samstag zum Tag der Offenen Tür eingeladen wird. Der wird demnach in diesem Jahr größer zelebriert.

Mittwoch, 25.09.2019, 11:34 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 11:40 Uhr
Die Freie Waldorfschule Everswinkel lädt am Samstag zu einem Tag der offenen Tür mit umfangreichem Programm-Angebot ein.
Die Freie Waldorfschule Everswinkel lädt am Samstag zu einem Tag der offenen Tür mit umfangreichem Programm-Angebot ein. Foto: Waldorfschule

So haben Besucher am Samstag, 28. September, zunächst zwischen 9 und 10 Uhr die Gelegenheit, am Offenen Unterricht teilzunehmen und im Anschluss Gedichte und Lieder, Eurythmie und Tanz sowie szenische Darbietungen der Schüler auf der Bühne zu erleben. Ab 13 Uhr sind alle Kinder zum Spielefest mit „alten“ Spielen eingeladen. Darüber hinaus sind Führungen übers Schulgelände, eine Ausstellung mit Schülerarbeiten, Basar- und Info-stand, Café und Verpflegung vorbereitet, und der Kindergarten Hollerbusch präsentiert sich ebenfalls. Abends wird dann zum Ausklang das Tanzbein geschwungen zu den Klängen, die DJ Le Popp seinem Mischpult entlockt.

„Es war wenig vorhanden, nur Mut und Wille, wenig Kinder, kein Gebäude, keine Lehrer, viel Arbeit. Es kommt darauf an, dass wir ganze Menschen erziehen, solche, die nicht nur totes Kopfwissen haben, sondern vor allem soziales Empfinden für andere. Das Wort Schule ist ein enges Wort, es muss weit gefasst werden: Menschenbildungsstätte . . . Die Bildung, die in der Waldorfschule leben will, ist: Der Mensch selbst soll Methode werden. Ein Geist, der lebenstüchtig ist, soll die Pädagogik durchziehen. Richtungsgebend soll das praktische Leben sein. Tief in die Vergangenheit hineingehen, weit in die Zukunft ausholen.” Das ist ein Teil der Festansprache, die Emil Molt zum zehnjährigen Bestehen der Stuttgarter Waldorfschule hielt. Auch heute noch könnte man diese Ansprache an fast jeder Schule halten, denn die Lehrer an der Waldorfschule seien noch immer den gleichen Ideen verbunden, da die Waldorfpädagogik sich auch heute an den Gesetzmäßigkeiten der kindlichen Entwicklung orientiere und die gleichen Ideale verfolge, heißt es in der Presseinformation der Everswinkeler Waldorfschule zum Tag der offenen Tür.

„Im Laufe der vergangenen 100 Jahre ist die Waldorfpädagogik zum ,Exportschlager‘ geworden.“ Heute gebe es fast 1 200 Waldorfschulen in 64 Ländern, 1 817 Kindergärten in mehr als 70 Ländern. Pionierländer seien zurzeit Costa Rica, Griechenland, Myanmar und die Türkei. Am schnellsten sei die Waldorfpädagogik in China gewachsen: Dort gebe es seit 2004 mittlerweile 60 Schulen und über 400 Kindergärten. Die kleinste Schule befinde sich im indischen Rajasthan, mitten in der Wüste. Die Schule in der kältesten Region sei im russischen Irkutsk angesiedelt. Es gebe weltweit ungefähr 200 000 Waldorfschüler, die von 40 000 Waldorflehrern unterrichtet würden. Die Freie Waldorfschule Everswinkel ist eine davon.

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