Baugebiet Königskamp: Teil-Endausbau und Grundstücksvergabe im 3. Abschnitt
Zeit für die Wohnstraße

Alverskirchen -

Die Geduld jener Anwohner im Baugebiet Königskamp, deren Häuser schon lange fertig und bezogen sind und die zusammen an der kleinen Stichstraße liegen, soll nicht weiter strapaziert werden. Obwohl nun das Projekt „Königskamp III“ vor der baulichen Umsetzung steht, soll für jene Stichstraße nun bald der Endausbau erfolgen.

Donnerstag, 26.09.2019, 08:23 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 16:42 Uhr
Licht am Ende des Tunnels für die Anwohner der Stichstraße im Baugebiet Königskamp: Der Endausbau ihrer Wohnstraße soll vor der Ringstraße und auch schon bald erfolgen.
Licht am Ende des Tunnels für die Anwohner der Stichstraße im Baugebiet Königskamp: Der Endausbau ihrer Wohnstraße soll vor der Ringstraße und auch schon bald erfolgen. Foto: Klaus Meyer

Diese vorgezogene Maßnahme und die Tatsache, dass zusätzliche Hausanschlüsse im 3. Bauabschnitt zu bauen sind, ließen die Idee reifen, beides zusammen auszuschreiben, um wirtschaftlichere Preise zu erzielen. Dazu war ein entsprechender Beschluss im Hauptausschuss am Dienstagabend erforderlich.

Sieben zusätzliche Hausanschlüsse haben sich im Vergleich zur früheren Planung ergeben, weil ein ursprünglich angedachtes Wohnhof-Konzept auf einer Fläche von 3 075 Quadratmetern zugunsten von Grundstücken für Doppel- und Reihenhäuser geändert wurde und ferner ein 1 000-Quadratmeter-Grundstück, auf dem ein Mehrfamilienhaus geplant war, nun für Einfamilien- und Doppelhäuser vorgesehen ist. Das Mehrfamilienhaus für den sozialen Wohnungsbau findet gleich am Eingang zu dem Baugebiet seinen Platz. Für die Hausanschlussschächte werden rund 60 000 Euro kalkuliert, für den Endausbau des Königskamp-Stichs rund 115 000 Euro. Summa summarum also 175 000 Euro, die die Gemeinde bei einer Ausschreibung als vorhandene Mittel nachweisen und bereitstellen muss – auch wenn die Zahlung erst 2020 erfolgen wird, wie Kämmerin Susanne Nerkamp erläuterte. „Wir wollen gerne im Frühjahr bauen.“

Wir haben dort demnächst reichlich Bautätigkeit

Kämmerin Susanne Nerkamp

Die Grünen machten bei diesem Beschluss allerdings nicht mit. Reimund Wernery griff eine frühere Prognose von Bürgermeister Sebastian Seidel auf, dass das Baugebiet sicher schnell volllaufen werde angesichts der Nachfrage, und regte an, den Straßenendausbau komplett in etwa drei Jahren vornehmen könnte, „dann bräuchte man jetzt keine Klimmzüge zu machen“. Eine Komplett-Ausschreibung würde seiner Meinung nach Kosten sparen. Seidel hielt dem entgegen, dass den Anwohnern nicht zuzumuten sei, dass sie weiter an einer Baustraße wohnen würden. „Ich finde es vertretbar, dass wir es an einer Stelle so machen.“ Außerdem sei der vorgezogene Teil-Endausbau auch „eine Art Haushaltshaltsentlastungs-Maßnahme“, denn die Tiefbaupreise würden sicherlich weiter steigen.

Planungs- und Bauamtsleiter Norbert Reher ergänzte, dass es seitens der Anwohner immer wieder Nachfragen nach dem Endausbau gebe. Bevor alle Häuslebauer im Königskamp III fertig seien und der Endausbau der Ringstraße nach der Hausbau-Phase erfolge, sei es wohl schon Ende 2021. „Wir haben immer gesagt, dass wir frühzeitig endausbauen wollen“, und wenn man sich vorstellt, wie lange die ersten Bewohner dort schon mit einer unfertigen Straße leben müssten, machte CDU-Ratsherr Ludger Klaverkamp klar.

Derzeit läuft das Vergabeverfahren für die zehn Einfamilienhaus- und vier Doppelhaus-Grundstücke. Dazu kommen fünf Reihenhaus-Grundstücke, die jetzt noch nicht vermarktet werden und das Mehrfamilienhaus. Außerdem sind drei Grundstücke im Besitz der Kirchengemeinde. 46 Interessenten standen auf der Liste der Gemeinde, 38 Anschreiben seien verschickt worden, von denen wiederum 20 Fragebogen zurückgeschickt worden seien, erklärt Kämmerin Nerkamp auf WN-Anfrage. Die Vergabe nach den festgelegten gemeindlichen Kriterien werde jetzt in nächster Zeit erfolgen.

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