Konzept für Bebauung an Dr.-Pöllmann-Straße
Projekt-Idee für das Filet-Stück im Zentrum

Everswinkel -

Fast vier Jahre ist es bereits her, dass der zentrale Spielplatz an der Dr.-Pöllmann-Straße im Rahmen des neuen Spielplatzkonzeptes aufgegeben und zurückgebaut wurde. Die Kommunalpolitiker beschlossen im Januar 2016, dass diese Filet-Fläche für eine gemeindliche Nutzung oder ein städtebaulich überzeugendes Bauprojekt unter Einbeziehung der freien Nachbarfläche reserviert bleibt. Letzteres deutet sich nun an.

Mittwoch, 02.10.2019, 10:44 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 11:01 Uhr
Im Planungsausschuss wurde erstmals der Entwurf für eine Bebauung der freien Fläche Dr.-Pöllmann-Straße vorgestellt.
Im Planungsausschuss wurde erstmals der Entwurf für eine Bebauung der freien Fläche Dr.-Pöllmann-Straße vorgestellt. Foto: Klaus Meyer

Die Eigentümer jener Nachbar-Wiese haben die Gemeindeverwaltung diesbezüglich kontaktiert und mit einer Warendorfer Architektin eine Wohnprojekt-Idee vorgestellt. Der Planungsausschuss beschäftigte sich damit nun erstmalig, denn für eine Verwirklichung müsste der alte, aus dem Jahr 1978 stammende Bebauungsplan geändert werden, der neben dem Spielplatz eine Reihenhaus-Bebauung dort vorsah.

Planungsamtsleiter Norbert Reher erläuterte den vorliegenden Vorentwurf für die insgesamt 1 814 Quadratmeter umfassende Gesamtfläche. Der sieht drei Gebäude vor, von denen zwei im Erdgeschoss miteinander verbunden wären und das dritte Objekt über einen Laubengang angeschlossen würde. Neun barrierefreie Wohnungen (mit Aufzug) könnten realisiert werden, jene im Dachgeschoss als kleinere Single-Wohnungen bzw. Appartements. „Wohnen in Gemeinschaft“ lautet das Projekt-Stichwort, denn zu den Wohnungen seien auch Gemeinschaftsräume als Treffpunkt der Bewohner vorgesehen. Die Häuser I und II bestehen aus zwei Vollgeschossen plus Staffelgeschoss (mit maximal drei Viertel der Fläche des darunter liegenden Geschosses). Abgerundet wird das Projekt durch eine Tiefgarage unter den Gebäuden I und II sowie drei Besucher-Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Mülltonnen und Gartengeräte auf dem Grundstück. Es gehe zunächst einmal um ein Signal der Politik im Gemeinderat, um dann die Bebauungsplanänderung anzugehen, zeigte Reher auf.

Das ist eine ganz interessante Sache, die da in Planung ist.

Ausschussvorsitzender Lars Thiemann (CDU)

„Die CDU begrüßt das vom Prinzip her“, setzte Fraktions-Chef Dirk Folker zur Bewertung an, bezeichnete das Konzept als „sehr interessant“ und betonte, dass so ein Projekt „ein ganz wichtiges Element, um Wohnraum zu schaffen“, sei. Ein „interessantes Modell, um zu bauen“ – so sah es auch Grünen-Sprecher Karl Stelthove, der bezüglich der sich dann verändernden Wohnsituation in Richtung der anwesenden Zuhörer anmerkte, von denen sich einer kritisch zu Wort gemeldet hatte: „Auch in einer geschlossenen Ortslage muss man damit rechnen, dass man Nachbar hat.“

Die Liberalen nahmen das vorgelegte Konzept erst einmal „zur Kenntnis“, werten es aber laut Fraktionsvorsitzendem Peter Friedrich positiv, dass das Grundstück im Innenbereich genutzt werde. „Man muss abwarten, was die konkreten Planungen ergeben werden“, spielte er auf Gebäudehöhen und Abstandswerte an. Der Einleitung des Bebauungsplanänderungs-Verfahren stimme die FDP aber schon mal zu. So weit wollten die Sozialdemokraten noch nicht gehen. „Prinzipiell sind wir für Nachverdichtung und wollen dem nicht entgegenstehen“, aber, so Bernd Wesbuer, die SPD vermisse bei dem ansonsten interessanten Konzept die Sozialbindung für die Wohnungen.

Das positive Signal des Gemeinderates am 8. Oktober ist somit zu erwarten. „Vom Konzept her, von der Idee her ist das eigentlich genau das, was wir im Ortskern suchen“, bilanzierte Reher.

Blick auf die Freifläche, die überplant werden soll. Insgesamt sind es 1814 Quadratmeter.

Blick auf die Freifläche, die überplant werden soll. Insgesamt sind es 1814 Quadratmeter. Foto: Klaus Meyer

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