Tag der offenen Tür der Freien Waldorfschule
Eine Schule mit vielen Facetten

Everswinkel -

Das Jahr 2019 ist für die Vertreter der Waldorfpädagogik von besonderer Bedeutung. Schließlich feiert die auf Rudolf Steiner zurückgehende Schulform in freier Trägerschaft ihr 100-jähriges Bestehen. Auch in Everswinkel wurde dieses Jubiläum nun gefeiert – mit einem deutlich umfangreicherem und feierlicherem Tag der offenen Tür. Insbesondere das 90-minütige Bühnenprogramm bot den vielen Besuchern besondere Momente.

Dienstag, 01.10.2019, 10:14 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 16:48 Uhr
Eurythmie, die „schöne Bewegungskunst“ und zentrales Element der Waldorfpädagogik, durfte beim Festprogramm des Tags der offenen Tür nicht fehlen.
Eurythmie, die „schöne Bewegungskunst“ und zentrales Element der Waldorfpädagogik, durfte beim Festprogramm des Tags der offenen Tür nicht fehlen. Foto: Christopher Irmler

Für die Mitarbeiter und Schüler der Waldorfschule in Everswinkel dürfte allerdings auch das kommende Jahr von gewisser Bedeutung sein. Schließlich wurde vor dann 25 Jahren der Wunsch formuliert, eine Waldorfschule in der Vitus-Gemeinde zu bauen. Im August 2000 fand der erste Unterrichtstag statt. Nach und nach entstand in direkter Nachbarschaft zu Mitmach-Museum, Schützenplatz und Reitanlage ein Schuldorf. Am Samstag stand jedoch das große 100-jährige Jubiläum der Walddorfpädagogik im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.

Zentraler Programmpunkt war dabei zweifelsohne das rund 90-minütige Programm in der Mehrzweckhalle, wo Lehrerin Anka Müller-Tiburtius viele Eltern und Besucher begrüßte. 1972 sei sie selbst eingeschult worden – ebenfalls in eine Waldorfschule. „Die gesamte pädagogische Landschaft hat sich verändert.“ In staatlichen Schulen laufe es darauf hinaus, die Kinder auf das Berufsleben vorzubereiten. Die Waldorfschule hingegen, so die zentrale Botschaft, sei sich über all die Jahre treu geblieben. Denn deren Konzept sei ein anderes als jenes der staatlichen Schulen. „Wir bleiben Entwicklungsbegleiter der Kinder.“ Bei den Kindern, so führte Müller-Tiburtius weiter aus, würden Kräfte frei, auf die die Lehrkräfte ihrerseits reagierten. „Was muss in der Schule kommen, damit du dich gut entwickeln kannst“, laute eine der zentralen Fragen.

Tag der offenen Tür an der Freien Waldorfschule Everswinkel

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Danach eröffneten die Musiker der 6. Klasse das vielfältige Programm. Als Bäcker versuchten sich die Zweitklässler, ehe die Kinder der Klassen drei und vier in einem gemeinsamen Kanon die Mutter mit den vier Kindern Frühling, Sommer, Herbst und Winter besangen. Dass sie auch in Sachen Fremdsprachen fit sind, stellten die Viertklässler mit ihrer Präsentation eines schwedischen Hirtenlieds unter Beweis. Und auch die Fünftklässler, die mit einem französischen Stück zu glänzen wussten, unterstrichen den internationalen Charakter des Fests. Während drei Schüler der 8. Klasse über eine Klassenfahrt der besonderen Art in Südfrankreich berichteten, regten die Neuntklässler zum Nachdenken an. Sie hatten ein Gedicht der amerikanischen Ureinwohner einstudiert, das sich mit der zu bewahrenden Natur auseinandersetzte. Die 11. Klasse – und damit die ältesten Schüler der Waldorfschule – rief mit einer eigenen Choreographie ein dunkles Kapitel britischer Geschichte in Erinnerung: Den Bloody Sunday 1972. Auch tänzerische Elemente durften nicht fehlen. So präsentierten die Zehntklässler mit ihrem Eurythmietanz eine stille Form des Halleluja.

Zum Abschluss betraten die Sechstklässler noch einmal die Bühne. Gemeinsam mit den Eltern stimmten sie ein Geburtstagslied an – gelungenes Finale eines abwechslungsreichen Programms. Auch danach ging‘s auf dem Schulgelände schwungvoll zu. Gefragt waren klassische Spiele wie Sackhüpfen, Kegeln, Tauziehen oder Dosenwerfen. Zudem präsentierten Lehrer und Schüler den Gästen „ihre“ Schule. Dabei stellten sie ihnen auch zentrale Aspekte der Waldorfpädagogik wie den Themenkomplex Eurythmie vor. Im Verlauf des Tages sorgte zudem der Auftritt der Heinrich-Tellen-Band für Stimmung.

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