Benefizkonzert in der St.-Magnus-Kirche
Wolken und sanfter, warmer Wind

Everswinkel -

Mit einem Benefizkonzert des Bocholter Akustik-Trios „Logout“ lockte der Kulturkreis am Freitagabend in die kurz vor der Renovierung stehende St.-Magnus-Kirche. Angesichts der gut besuchten Kirche stieß die Einladung auf ein großes Interesse beim Publikum.

Montag, 14.10.2019, 08:00 Uhr
Ungewöhnliches Konzert in der St.-Magnus-Kirche mit dem Trio „Logout“, bestehend aus Jo Meisi (Gesang und Gitarre), Doortje Maillard (Cello) und Chrstian Tepasse (Cajon, Mundharmonika und Gesang).
Ungewöhnliches Konzert in der St.-Magnus-Kirche mit dem Trio „Logout“, bestehend aus Jo Meisi (Gesang und Gitarre), Doortje Maillard (Cello) und Chrstian Tepasse (Cajon, Mundharmonika und Gesang). Foto: Ulrich Coppel

„Logout“ – eigene und gecoverte Songs haben zumeist einen ähnlichen, verträumt bis melancholischen Charakter. Im Mittelpunkt des Aufbaus steht die klare, volle Stimme von Sänger und Gitarrist Jo Meisi . Der beginnt stets mit gefühlvollen, einfachen Akkorden auf der Westerngitarre. Dem Zuhörer setzt ein Kopfkino aus am Himmel vorüberziehenden Klangwolken ein. Irgendwann stellt Meisi den geschrammelten Akkorden seine Stimme zur Seite. Ein sanfter Wind aus Melodie und Text verleiht damit den Wolken ihre Richtung. Im Song-Chorus oder einer weiteren Strophe beginnt dann Meisis Frau Doortje Maillard ihre Cellostimme und auch Percussionist Christian Tepasse setzt dezent ein. Die langgezogenen Cellolinien, oft unisono zum Gesang, unterstreichen und verstärken so die Wirkung des Gesangs. Sie gibt der Stimme noch mehr Wärme.

Sanfter Rhythmus oder zarte Zerklüftung hingegen mittels Percussion auf der Cajon oder Strichen durch die Bar Chimes. So schwebten U2s Megahit „I still havn’t found, what I’m looking for“, oder eigene Songs aus dem in intensive Farben beleuchteten Altarraum dem Publikum entgegen, wo deren intensive Wirkung ob der halligen Kirchenakustik unmerklich ihre Richtung verlor, bevor der letzte Ton verklang. Erst dann begannen Meisis kurze Moderationen aus eigenen Erlebnissen mit der „Logout“-Musik. Etwa, dass er seine Frau damit kennengelernt habe, oder wie es war, als „Logout“ einmal einen Auftritt im Gefängnis hatten. Und schon stieg die nächste Songwolke hinauf in die Kirche.

Manchmal unterschied sich deren Langsamkeit nur durch farbliche Nuancen von den anderen. Manchmal strich Maillard Melodien in Terzen oder Sexten zum Gesang. Dann wirkte ihr Spiel intensiver. Mal griff Christian Terpasse zur Rassel und setzte Akzente. Aber nur manchmal.

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