Charles-Dickens-Geschichte mit Christoph Tiemann am 1. Advent im Rathaus
Wachgerüttelt zum Weihnachtsfest

Everswinkel -

Jetzt schon an die Adventszeit denken? Der Arbeitskreis Literatur im Kulturkreis hält das für eine gute Idee. Mit gutem Grund, denn gleich am 1. Advent kommt Christoph Tiemann erneut nach Everswinkel – der Vorverkauf läuft. Trat der preisgekrönte Kabarettist und Rezitator im Vitus-Dorf bislang als Solist auf, bringt er am ersten Sonntag im Dezember erstmals Kollegen aus Münster mit.

Dienstag, 22.10.2019, 07:56 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 11:56 Uhr
Christoph Tiemann (3.v.r.) und seine Mitstreiter setzen am 1. Dezember die „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens in Szene. Der Ticketverkauf läuft.
Christoph Tiemann (3.v.r.) und seine Mitstreiter setzen am 1. Dezember die „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens in Szene. Der Ticketverkauf läuft. Foto: Hanno Endres

Ein Ensemble extrem wandlungsfähiger Sprecher, Live-Musik und sorgfältig ausgewählte, auf die Handlung abgestimmte Bilder – das ist das Rezept, mit dem Literatur als Hörspiel auf die Bühne gezaubert wird. Das stimmgewaltige „Theater ex libris“ haucht Charles Dickens ‘ Novelle „Eine Weihnachtsgeschichte“ neues Leben ein – „akustisches Theater vom Feinsten“, verspricht der Kulturkreis.

Die weihnachtliche Geistergeschichte erschien erstmals im Dezember 1843 und ist seitdem in vielen Teilen der Welt ein fester Bestandteil der Adventszeit geworden – „und heute genauso aktuell wie im 19. Jahrhundert, als große Bevölkerungsteile, vor allem in der Arbeiterschicht, verelendeten“. Dickens wollte mit seinem Appell an das menschliche Mitgefühl zeigen, dass ein Leben sinnlos und leer sein muss, in dem Werte wie Liebe und Solidarität fehlen.

Die Hauptfigur, um die sich alles dreht, ist Ebenezer Scrooge , ein Geschäftsmann, dem es nur um seinen eigenen Profit geht, der nicht an andere Menschen denkt und gewollt einsam lebt. Das bevorstehende Weihnachtsfest interessiert ihn nicht – für ihn könnte der Tag besser genutzt werden, wenn alle Menschen normal arbeiten würden, so wie er es für sich plant. Dann jedoch wird er nacheinander von vier Geistern heimgesucht, die ihn von einer Umkehr überzeugen wollen. Vor drastischen Bildern scheuen sie nicht zurück, der letzte Geist konfrontiert den Egoisten und Geizhals gar mit dessen Grabstein und der Tatsache, dass ihn niemand betrauern wird. Scrooge wird buchstäblich wachgerüttelt: Als er am Weihnachtsmorgen aufwacht, beschließt er, sein Leben zu ändern.

„Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens – laut „Theater ex libris“ nicht für Kinder unter zehn Jahren geeignet – ist zu sehen am 1. Dezember um 17 Uhr im Rathaus Everswinkel; Eintrittskarten zwölf, ermäßigt zehn Euro.

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