„Fit ab 50“ im Allgäu
Wander-Erlebnisse für die Radler

Everswinkel -

Wandern statt Radfahren – ein Widerspruch für die Gruppe „Fit ab 50“? Keineswegs, denn seit 2013 bietet die Gruppe neben den Radtouren jährlich auch eine Wanderwoche an. Jüngst war Fischen im Allgäu das Ziel für 21 Teilnehmer an der 7. „Fit-ab-50- Wanderwoche“. Reise erfolgte als Gruppenreise mit der Deutschen Bahn und vor Ort sorgte das ÖPNV-Urlaubsticket für eine umweltfreundliche Mobilität.

Samstag, 26.10.2019, 07:52 Uhr aktualisiert: 26.10.2019, 08:01 Uhr
Fischen im Allgäu und die umliegende Bergwelt waren das Ziel für 21 Teilnehmer an der diesjährigen Wanderwoche der Gruppe „Fit ab 50“.
Fischen im Allgäu und die umliegende Bergwelt waren das Ziel für 21 Teilnehmer an der diesjährigen Wanderwoche der Gruppe „Fit ab 50“.

Zum Eingewöhnen führte die erste Wanderung entlang der Iller ins etwa neun Kilometer von Fischen entfernte Sonthofen. Schon früh grüßte das burgähnliche Gebäude der Generaloberst-Beck-Kaserne, in der sich eine Außenstelle der Bundeswehrsportschule Warendorf befindet. Am zweiten Wandertag stand das Kleinwalsertal auf dem Programm. Von Baad, dass am Ende des Tales auf zirka 1 244 Metern Höhe liegt, ging es entlang des Bärguntbaches hinauf auf 1 408 Meter zur Bärgunthütte mit zünftiger Einkehr.

Bei sonnigem Spätsommerwetter war der dritte Wandertag den „Zweitausendern“ in der Fellhorn-Kanzelwandregion vorbehalten. Mit der Fellhornkabinenbahn ging es hinauf auf bis zur Gipfelstation auf 1 967 Meter, um dann über einen Grat zwischen Österreich und Deutschland hinabzuwandern und vom Grundsattel (1 803 Meter) aus wieder hinauf zur Kanzelwand-Bergstation (1 957 Meter). Begleitet war diese Tour von atemberaubenden Ausblicken auf zahllose Berggipfel. Die Kanzelwandbahn brachte die Wanderer wieder runter nach Riezlern.

Wetterbedingt stand der vierte Tag im Prinzip jedem Teilnehmer zur freien Verfügung, wobei am Nachmittag – unabhängig von der Witterung – ein ausgedehnter Sparziergang in Oberstdorf entlang der Trettach, einem der drei Ursprungsbäche der Iller, zum Café Jägerstand für einige unentwegte Wanderer Pflicht war. Der fünfte Wandertag führte in die Bergwelt der Nagelfluhkette am Nordrand der Allgäuer Alpen. Das Nagelfluh ist ein besonderes Gestein, dass im Allgäuer Volksmund „Herrgottsbeton“ genannt wird. Zum Abschluss ging es am nächsten Tag durch den wildromantischen Gaisbachtobel zum Berggasthof Gaisalpe mit malerischem Ausblick aufs obere Illertal und dann weiter über den Walraffweg vorbei an den Skisprungschanzen nach Oberstdorf.

Klaus Dartmann und Günter Hein, die beiden Organisatoren dieser Wanderwoche, hatten für alle ein ausgewogenes, altersgerechtes Wanderprogramm aufzustellen, das auch weitestgehend für Teilnehmer mit leichtem Handicap zu absolvieren war.

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