Übung der Feuerwehren Alverskirchen und Wolbeck
„Man versteht sich sehr schnell“

Alverskirchen -

Qualm steigt in die Luft, aus der Ferne ertönt Martinshorn und Blaulicht nähert sich in den dunklen Abendstunden. Die Löschzüge der freiwilligen Feuerwehren Alverskirchen und Wolbeck wurden alarmiert – zum Glück nur wegen einer Übung.

Donnerstag, 31.10.2019, 04:24 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 15:44 Uhr
Gemeinsame Übung: Die Scheune des Hofes war aufgrund eines Kabelbrands an einem Traktor verqualmt. Zwei Personen befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehren noch in der Scheune.
Gemeinsame Übung: Die Scheune des Hofes war aufgrund eines Kabelbrands an einem Traktor verqualmt. Zwei Personen befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehren noch in der Scheune. Foto: Feuerwehr

Auf dem Hof Kreikenberg versammelte sich am Montagabend ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten. Der Grund dafür war die Gemeinschaftsübung der Löschzüge Alverskirchen und Wolbeck. Das Szenario: Die Scheune des Hofes war verqualmt, ein Kabelbrand an einem Traktor hatte dazu geführt. Zwei Personen befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehren noch in der Scheune. Vorbereitet wurde die Übung von der Alverskirchener Wehr.

„Wir haben die Übung mit den Kameraden aus Wolbeck durchgeführt, weil es beispielsweise deutliche Unterschiede beim Funken und in den Führungsstrukturen gibt. Bei einem gemeinsamen Einsatz könnte das schon zu Komplikationen führen“, so Frederick Schröder , stellvertretender Zugführer aus Alverskirchen.

Während der Kreis Warendorf so zum Beispiel komplett auf Digitalfunk umgerüstet hätte, würde Münster noch teilweise analog kommunizieren. Die Einsatzleitung der Gemeinschaftsübung hatte Alexander Wiesmann, Zugführer des Alverskirchener Feuerwehr , übernommen. „In Wolbeck ist bei einem Brand immer auch die Berufsfeuerwehr im Einsatz, diese stellt dann immer die Einsatzleitung“, so Schröder.

Trotz einiger Unterschiede bei den generellen Abläufen, haben alle Kameraden bei der Übung an einem Strang gezogen. Zunächst eilten zwei Atemschutztrupps aus Alverskirchen in die Scheune, um die beiden vermissten Personen zu bergen. Eine Person war dabei unter einer schweren Frontladerschaufel eingeklemmt. Die Wolbecker Wehr positionierte sich mit einer Drehleiter und Schläuchen vor und hinter der Scheune, damit die Flammen nicht auf andere Gebäude übergreifen konnten.

Das Resümee der Alverskirchener Zugführer nach der Gemeinschaftsübung war durchweg positiv. „Trotz der Unterschiede ist es schön zu sehen, dass Feuerwehrleute doch irgendwie alle gleich sind – man versteht sich sehr schnell“, so Frederick Schröder. In der Vergangenheit habe man mit dem Löschzug Wolbeck, trotz der unmittelbaren Nähe, nur selten gemeinsame Übungen durchgeführt – dies solle sich in Zukunft ändern. Nächstes Jahr steht bereits die nächste Gemeinschaftsübung an, diesmal in Wolbeck.

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