Konzert mit irischem Singer-Songwriter in der Waldorfschule
Geschichten von der grünen Insel

Everswinkel -

Lieder, die berühren: Singer-Songwriter Martin Donnelly präsentierte in der Mensa der Freien Waldorfschule sein musikalisches Talent. Zwar lockte der von der Schule kurzfristig angekündigte Gast keine Massen an, konnte aber die wenigen Zuhörer, die zu seinem Konzert gekommen waren, von seinem Talent überzeugen.

Mittwoch, 06.11.2019, 08:37 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 08:50 Uhr
Fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand der Liederabend mit Martin Donnelly in der Freien Waldorfschule statt – die kaum wahrnehmbare Werbung im Vorfeld wirkte sich sichtlich aus.
Fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand der Liederabend mit Martin Donnelly in der Freien Waldorfschule statt – die kaum wahrnehmbare Werbung im Vorfeld wirkte sich sichtlich aus. Foto: Karina Linnemann

„All die Leute die nicht gekommen sind, wünschen gerade sicherlich, sie hätten es getan“, sagte er etwas selbstironisch, als er die leeren Sitzreihen in der rot beleuchteten Mensa in Augenschein nahm. Nur 17 Interessierte waren zum Konzert erschienen.

Der Nordire hatte selbst komponierte Lieder über die wunderschöne Landschaft Irlands, die Liebe, den Tod, Spiritualität und viele andere Seiten des Lebens im Gepäck. Seine gefühlvolle Stimme schmiegte sich sanft an die Klänge der Akustikgitarre, mit der er sich selbst begleitete. „Ich habe diese Gitarre bereits seit 25 Jahren und möchte sie nicht hergeben, sie ist mit sehr wichtig“, erzählte er den Zuhörern.

Ich möchte Euch ausdrücklich nicht dahin einladen, so kann ich meine Auszeiten dort besser und allein genießen.

Martin Donnelly

Zu jedem seiner Lieder hatte Donnelly eine Hintergrundgeschichte parat. So berichtete er von Spaziergängen auf einer einsam gelegenen irischen Insel, deren Schönheit atemberaubend sei. „Ich möchte Euch ausdrücklich nicht dahin einladen, so kann ich meine Auszeiten dort besser und allein genießen“, ulkte er.

Mit seinem Lied „Hunger in your eyes“ drückte er aus, wie wenig er von Menschen hält, die nie genug bekommen können. Reichtum sei nicht alles, machte er mit den bildlichen Zeilen seines Liedes deutlich, die – wie auch seine anderen Songs – eher liebevoll erzählten Geschichten ähnelten.

Der etwa eineinhalbstündige Auftritt in Everswinkel war einer von sieben Auftritten für die der Ire eigens nach Deutschland gereist war. Unter anderem war er auch in Kirchen oder Schulen in Bonn und Bad Münstereifel zu Gast. Dass dieses Gastspiel in Everswinkel von der Waldorfschule als Gastgeber in der Öffentlichkeit praktisch nicht beworben wurde – wie letztendlich die Zuschauerzahl zeigte – erscheint etwas unverständlich.

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