Verkehrssituation Warendorfer Straße
Drei Parkplätze weg, sechs neue dazu

Everswinkel -

Aus „vorläufig gestrichen“ wird „endgültig gestrichen“: Die drei Parkplätze an der Warendorfer Straße, die aufgrund der Bauarbeiten für den neuen Wohnkomplex aufgehoben wurden, werden entgegen der ursprünglichen Planung nicht wieder eingerichtet. Die CDU-Fraktion beantragte im Planungsausschuss am Donnerstag deren Streichung.

Samstag, 09.11.2019, 08:08 Uhr aktualisiert: 09.11.2019, 08:20 Uhr
So sieht‘s derzeit an der Warendorfer Straße aus. Der Verkehr hat freie Fahrt durch die drei gestrichenen Parkplätze. Rechts im Bild die Einfahrt zur künftigen Tiefgarage des neuen Wohnblocks.
So sieht‘s derzeit an der Warendorfer Straße aus. Der Verkehr hat freie Fahrt durch die drei gestrichenen Parkplätze. Rechts im Bild die Einfahrt zur künftigen Tiefgarage des neuen Wohnblocks. Foto: Klaus Meyer

CDU-Fraktionschef Dirk Folker sprach von einer derzeit „entspannten Situation“ an der Stelle ohne Staus und Behinderungen. Er erinnerte daran, dass diese drei Stellflächen ursprünglich als Geschwindigkeitsbremse gedacht waren, als noch Tempo 50 galt. Inzwischen ist es ein Tempo-30-Bereich. Die CDU befürchtet Verkehrsprobleme und Rückstaus vor der künftigen Tiefgarage des Wohnblocks, wenn die drei Parkflächen blieben. Um niedrige 30er-Geschwindigkeiten sicherzustellen, regt die CDU eine intelligente Ampel an der großen Kreuzung an, die nur bei entsprechender Fahrweise auf der Warendorfer Straße auf Grün springe. „Das würde den Autofahrer noch mehr erziehen, dass es sich nicht lohnt, dort schneller zu fahren.“ Überdies sollten Warendorfer und Bahnhofstraße nur in Einzelschaltung Grün bekommen, während Freckenhorster und Hovestraße weiter gemeinsam Grün erhalten. Ferner solle ein Piktogramm auf der Straße vor der Ausfahrt der Tiefgarage warnen, in der 35 Stellplätze vorgesehen sind.

SPD , FDP und Grüne sahen das ganz anders und merkten kritisch an, dass die Wiedereinrichtung jener drei Straßen-Parkplätze seinerzeit versprochen worden sei. „Darauf haben wir uns damals geeinigt“, betonte SPD-Fraktionsführer Dr. Wilfried Hamann. „Ich wüsste nicht, warum wir die Parkplätze jetzt aufgeben sollten“, erklärte FDP-Kollege Peter Friedrich. Die Anregung der drei Fraktionen, doch erst mal abzuwarten, die Situation nach Fertigstellung des Wohnblocks zu beobachten und bei Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Tiefgarage sich damit erneut zu beschäftigen, stieß bei der CDU auf keine Gegenliebe. „Wir wollen so eine Situation erst gar nicht entstehen lassen und das vorher klären“, so Folker. Mit sechs zu fünf Stimmen setzte die CDU die Streichung durch.

Einstimmig getragen wurden dagegen der Prüfantrag hinsichtlich der Ampel-Vorrangschaltung, der Prüfantrag der Grünen zur Einrichtung eines Fahrradschutzstreifens sowie die SPD-Anregung zur Installation eines Spiegels gegenüber der Garagenausfahrt und einer dauerhaften Geschwindigkeitskontrolle.

Übrigens: Vor dem neuen Wohnblock sind zwischen verschenktem, 1,50 Meter breitem Gehweg und Fahrbahn sechs neue, 2,50 Meter breite Parkplätze geplant. Derzeit kann man sich das noch schwer vorstellen.

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