Waldorfschule: Herbstbasar mit Festakt
Wünsche an der Wäscheleine

Everswinkel -

Die Räume des schuleigenen Hortes der Waldorfschule sind einen Tag lang zu Wunschräumen geworden. Am Samstag haben die Besucher Gelegenheit, sich bei Punsch und Plätzchen gemütlich niederzulassen und einen Wunsch an die Leine hängen. Herbstbasar.

Sonntag, 24.11.2019, 13:30 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 18:36 Uhr
Cornelia Mootz, Mitarbeiterin des Hortes, Charlotte, Mia und Rosalie hängen Wunschkärtchen an die Leine.
Cornelia Mootz, Mitarbeiterin des Hortes, Charlotte, Mia und Rosalie hängen Wunschkärtchen an die Leine. Foto: Marion Bulla

Am Samstag herrscht Hochbetrieb auf dem weitläufigen Areal der Freien Waldorfschule. Kein Wunder, schließlich findet der über die Grenzen hinaus beliebte Herbstbasar statt. Und hier gibt es jede Menge zu entdecken. Es sind eine Vielzahl an Ausstellern – darunter Schüler, Lehrer und Eltern. Aber ebenso externe Kunsthandwerker und Hobbykünstler.

Am Stand von „Fuchs und Gans“ hat Barbara Keil ein großes Sortiment an kunstvollen Holzarbeiten im Sortiment. Monika Keidel ist ganz begeistert von den dekorativen Knöpfen und deckt sich erst einmal ein. Sie selbst hat auch einen Stand auf dem Basar. Ihre Leidenschaft ist die Geschichte der Indianer. Zusammen mit Tochter Winona, übrigens ein Name indianischer Herkunft, verkauft sie beispielsweise Traumfänger, Geldbeutel und Armbänder.

Die Räume des schuleigenen Hortes sind für diesen Tag zu Wunschräumen geworden. Hier haben die Besucher Gelegenheit, sich bei Punsch und Plätzchen gemütlich niederzulassen und einen Wunsch an die Leine hängen.

Auf dem Weg nach draußen können sie einen fremden Wunsch mit nach Hause nehmen. Rosalie, Mia und Charlotte haben auf ihren Zetteln den Wunsch nach Glück, Gesundheit, schöne Begegnungen und Zufriedenheit stehen. Die Kinder finden die Idee, anderen gute Wünsche mit auf den Weg zu geben, toll.

Herbstbasar der Waldorfschule Everswinkel 2019

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Auf eine andere Weise aktiv werden die Besucher in der Holzwerkstatt. Unter Anleitung wird hier geschnitzt, gebohrt und geklebt. Ähnlich kreativ geht es beim Basteln der Moosgärtchen zu. Emilie ist hier gerade eifrig dabei ihr Werk zu vollenden. Die Siebenjährige ist mit Mutter Inga Engelhardt aus Münster angereist und freut sich über ihr selbst gebasteltes Mitbringsel, das sie am Ende stolz mit nach Hause nimmt.

Anita Hochhaus ist in einem anderen Gebäude zu finden. Ihr Material ist Wolle. Sie hat gefilzte Nutztiere, Puppen und Engel gefertigt. Mit Hilfe einer Strickschnecke können die Besucher sich selbst ein Schmuckband stricken.

Ziemlich bunt ist der Stand von Lisa Schulte und Christa Beisemann. Sie verkaufen selbst genähte Taschen in allen Farben. Direkt daneben hat Marcel Peters seinen Stand. Bei ihm steht die Musik im Vordergrund. Er fertigt verschiedene Arten von Harfen aus heimischen Hölzern, etwa von der Roterle.

Carola und Emilia bessern die Kasse ihrer Schule mit dem Verkauf von selbst gebundenen Kränzen auf. Auch der Kreativ-Kreis von Müttern der Schule war im Vorfeld fleißig. Der Erlös vom Verkauf ihrer Werke, darunter Holz-, Filz- und Stoffarbeiten, kommt ebenso an Projekten der Waldorfschule zugute.

Für die Vorbereitung und Durchführung des Basars zeichnen zum einen die Eltern des Basarkreises, aber auch Schüler und Lehrer verantwortlich.

Doch an diesem Tag gibt es nicht nur vorweihnachtliche Stimmung. In der Aula findet ein ganz besonderer Festakt statt. Die Freie Waldorfschule wird offiziell zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ernannt. Dieser Titel verpflichtet die Schule nachhaltige und langfristige Projekte sowie Aktionen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu verhindern. Eine Voraussetzung, um den Titel zu erhalten: Mindestens 70 Prozent aller Menschen an der Schule müssen diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben. „Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen“, heißt es unter anderem darin.

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