Erlös vom Martinsumzug übergeben
Hilfe an der richtigen Stelle

Alverskirchen -

Wenn die Katholische Frauengemeinschaft St. Agatha und die Männergemeinschaft Alverskirchen zum traditionellen Martinsumzug einladen, dann strömen die Kinder aus allen Häusern. „Auch wenn man in Alverskirchen keine zerlumpten, spärlich bekleideten Bettler sieht, so geht die Schere zwischen Arm und Reich auseinander. Mit der Legende der Mantelteilung sollen die Kinder früh genug sensibilisiert werden, sich um Schwache verstärkt zu kümmern“, teilt die KFD in einer Presseinformation mit.

Dienstag, 17.12.2019, 07:07 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 07:40 Uhr
Hildegard Dreckmann, die zum Bunten Kreis gehört und für die Region Warendorf zuständig ist, mit dem kleinen Henry, Rita Stalbold von der KFD Alverskirchen und Ludger Weskamp von der Männergemeinschaft Alverskirchen (v.l.).
Hildegard Dreckmann, die zum Bunten Kreis gehört und für die Region Warendorf zuständig ist, mit dem kleinen Henry, Rita Stalbold von der KFD Alverskirchen und Ludger Weskamp von der Männergemeinschaft Alverskirchen (v.l.).

Deshalb ging die Spende des Martinsumzuges in Höhe von 350 Euro an den Bunten Kreis Münsterland e.V.. Dieser Verein hilft seit dem Jahr 2000 betroffenen Familien im Münsterland, neue und schwere Situationen zu meistern. Etwa 250 chronisch oder schwer kranke Kinder seien im vergangenen Jahr betreut worden, wie auch einige in Everswinkel. Jedes Jahr würden in Deutschland rund 40 000 Kinder zu früh geboren, erkrankten schwer, verunglückten oder würden sterben, heißt es weiter. „Die Familien kämpfen mit erheblichen seelischen, körperlichen und finanziellen Belastungen.“

Die Nachsorge-Einrichtung Bunter Kreis Münsterland e.V. knüpfe über seine regionalen Teams schon in der Klinik einen ersten Kontakt zu den Kindern und Eltern, um sie nach der Entlassung zu Hause unmittelbar und umfassend betreuen zu können. „Die Teams helfen den Familien weit über die medizinische Versorgung hinaus.“ Umfangreiche Hilfen des Bunten Kreises seien bei der Integration der Krankheit in den Alltag, Sicherung und Verbesserung des Behandlungserfolges, Entlastung der Eltern durch gemeinsame Gespräche, Hilfen beim Krankheitsverständnis, Therapieanleitung, Abbau von Ängsten oder die Vernetzung zu Krankenkasse und Behörden. Die Kosten der Nachsorge würden nur zu einem geringen Teil von den Krankenkassen übernommen, deshalb sei der Bunte Kreis Münsterland e.V. auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen.

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