Konzert mit dem Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold
Chor lässt Worte zu Bildern werden

Alverskirchen -

Was der Kirchenchor von Sankt Agatha in Alverskirchen am Freitag gemeinsam mit dem Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold bot, gibt es selten zu hören. Mehr als beachtlich war zum einen die Lautmalerei, mit denen die Chöre die Worte zu Bildern werden ließen.

Montag, 13.01.2020, 08:00 Uhr
Der Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold trat am Freitag in Alverskirchen auf.
Der Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold trat am Freitag in Alverskirchen auf. Foto: Andreas Hasenkamp

Große, kraftvolle Dynamik beschwingte schon das „Machet die Tore weit“ des selten zu hörenden Albert Becker , ein Komponist der Romantik aus Sachsen-Anhalt.

Die nahezu sichtbare Ausdruckskraft kam auch Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“ zugute und den ebenfalls Jugendkammerchor und St. Agatha-Chor gemeinsam aufgeführten Werken von Michaels Praetorius, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Der Morgenstern ist aufgedrungen“. Einmal nur hatten die Chöre gemeinsam geprobt und doch eine hohe stimmliche Einheit erreicht.

Es folgte eine Sequenz von Stücken mit dem Jugendkammerchor, die trotz verschiedener Komponisten in ihrer thematischen Einheit, der erzählerischen Einheit bei wechselnden Solisten als ein Ganzes gehört werden konnte und als solche beeindruckte. Zwei Stücke aus Bachs Magnifikat setzten den Anfang, es folgte Heinrich Schütz „Ich will den Herrn loben alle Zeit“, Mendelssohn-Bartholdys „Hebe deine Augen auf“ mit einem reinen Mädchenchor und „Sei stille den Herrn“, gefolgt von Edvard Grieg und César Francks „Panis Angelicus“ und Andrew Carters „Angelus ad Virginem“, mit dem die Sequenz sich zum Modernen wendet. Die erreichte der beeindruckende Jugendkammerchor mit René Clausens „All that hath Life and breath praise ye the Lord“.

Vor das Finale setzte Chorleiter Hans-Ulrich Henning einen Appell, der nach der diesem chorischen Erlebnis manche zum Überlegen gebracht haben dürfte: Er lud zur Beteiligung am Kirchenchor ein. „Der Kirchenchor St. Agatha wird jede neue Sängerin, jeden neuen Sänger mit Freude aufnehmen.“

Freude war, sehr passend, auch das Leitthema des Finales: „Joy to he world“ nach Lowell Mason in einem Arrangement von John Rutter. Die Gesamtleitung hatte Hans-Ulrich Henning, um die Stimmbildung kümmerte sich Sibylle Henning.

Solisten waren Kim Dembkowski, Sybylle Henning, Jasmina Link – Sopran, Regina Just – Mezzosopran, Elise Bos, Luca Peters – Alt, und Tristan Lippold – Tenor. Die Begleitung an Klavier und Orgel leistete Ekaterina Panina.

In kräftigem Applaus und vielen begeisterten Kommentaren der Besucher der vollen Kirche konnten die Sängerinnen und Sänger vielfaches Lob nach Hause mitnehmen.

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