Versammlung des Golfclubs Brückhausen
Lösungen für die Zukunft gefragt

Everswinkel/Alverskirchen -

Die damaligen Skeptiker, die den Wechsel von Gründer-Präsident Horst Eggersmann zum jungen Nachfolger Klaus Budde mit kritischem Blick begleiteten, sind längst verstummt. Seit neun Jahren steht Budde auf der Kommandobrücke des Golfclubs Brückhausen (GCB), und das wird auch so bleiben.

Samstag, 25.01.2020, 09:15 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 15:56 Uhr
Die wiedergewählte Club-Spitze mit Björn Bauersfeld, Sita Schmeddinghoff, Präsident
Die wiedergewählte Club-Spitze mit Björn Bauersfeld, Sita Schmeddinghoff, Präsident Foto: Klaus Meyer

Die 121 stimmberechtigten Mitglieder bestätigten ihn in der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend einstimmig im Amt. Und mit ihm auch den übrigen Vorstand mit Schatzmeister Björn Bauersfeld , Spielführer Ingo Wißmann, Platzwart Jürgen Stiegler, Clubhauswart Norbert Keßler sowie die Jugendwartin Sita Schmeddinghoff.

Das Modell klassischer Bindung mit lebenslanger Clubmitgliedschaft funktioniert nicht mehr.

Präsident Klaus Budde

„Kontinuität und eine solide Finanzplanung“ waren und sind die Ziele für Budde , der seinem Vorgänger und Club-Gründer für dessen Wirken dankte. Einsparungen im Personalkostenbereich seien notwendig gewesen, der Masterplan für Platz und Clubhaus sei bestens umgesetzt worden. Aber: „Der dauerhafte Fortbestand des Golfclubs in seiner derzeitigen Form könnte gefährdet sein“, spielte Budde auf weltweit stagnierende oder gar sinkende Mitgliederzahlen in Golfclubs an; denn „das Modell klassischer Bindung mit lebenslanger Clubmitgliedschaft funktioniert nicht mehr“. Die Aufgabe: „Wir brauchen viele neue und junge Clubmitglieder.“ Der Club brauche „tragfähige Lösungen“, müsse „deutlich flexibler werden in der Kundengewinnung“. Von den Mitgliederverlusten zweier Nachbarclubs habe man in Brückhausen leider nicht profitieren können.

853 Mitglieder weist der GCB derzeit auf, davon 635 Vollzahler; 44 neue Gesichter gab es im vergangenen Jahr, elf Abgänge bei den Erwachsenen, berichtete Schatzmeister Bauersfeld. Das Haushaltsvolumen des Clubs bewegt sich weiter rund um die Millionengrenze. Bauersfeld stellte nicht nur die Finanzen dar, sondern übernahm auch den sportlichen Bericht für den verletzt fehlenden Wißmann mit dem Blick auf 155 Turniere mit 4 179 Teilnehmern sowie 15 Mannschaften mit 95 Spielerinnen und Spielern.

Prof. Dr. Bernhard Laube (Mitte) erhielt von der Ehrenrats-Vorsitzenden Beate Hildebrandt und Club-Chef Klaus Budde die Urkunde der Ehrenmitgliedschaft überreicht.

Prof. Dr. Bernhard Laube (Mitte) erhielt von der Ehrenrats-Vorsitzenden Beate Hildebrandt und Club-Chef Klaus Budde die Urkunde der Ehrenmitgliedschaft überreicht. Foto: Klaus Meyer

Platzwart Stiegler machte einerseits seiner Begeisterung über den Zustand des Alverskirchener Platzes Luft, räumte aber auch ein, „wir sind völlig im Klimawandel drin und haben Probleme ohne Ende“. Er nannte das Eschen-Sterben seit 2017 durch einen Pilz, das massive Auftreten des Eichenprozessionsspinners, das man durch die Ansiedlung natürlicher Fressfeinde (Nistkästen) bekämpfe, und die „nie dagewesene Dürre in zwei Jahren hintereinander“, durch die der Boden noch in zwei Metern Tiefe pulvertrocken sei. „Erstmalig in der Geschichte des Clubs bemühen wir uns um öffentliche Gelder.“ Auslöser ist das NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätten“. Für die Gemeinde seien 250 000 Euro im Pott, die es auf vier Sportvereine zu verteilen gelte. „Drei Vereine sind sehr aktiv, nur einer nicht – ein großer Verein. Wir wissen nicht, wann er sich bewegen wird, so lange stehen wir in der Warteschleife.“

Am Ende gab es dann noch Ehrungen und viel Applaus. Beate Hildebrandt, Vorsitzende des Ehrenrats, verlieh das Silberne Lorbeerblatt an die erst 15-jährige Golf-Stadtmeisterin von Münster 2019, Franca Siebeneck, die bereits ein Handicap von 1,1 erreicht hat, sowie an den Münster-Herren-Sieger, Sebastian Bischoff. Die Silberne Ehrennadel ging an die scheidenden Ladies-Captains Sabine Wende sowie die nicht anwesenden Ulrike Mackenbrock und Elisabeth Apel. Eine besondere Ehrung wurde Prof. Dr. Bernhard Laube zuteil. Der inzwischen 81-jährige Golfer, der dem Club seit dem Gründungsjahr 1987 angehört und schon mehrere Auszeichnungen für seine Verdienste erhalten hat, bekam den „Oscar“ für sein Lebenswerk – die Ehrenmitgliedschaft. Laube sei laut Hildebrandt „ein Vorbild für alle, ein Aushängeschild für den Verein.“

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