Gemeindeentwicklungskonzept
Ein Platz für alle Generationen

Alverskirchen -

Impulse zu liefern, um ihren Ort für möglichst alle Generationen attraktiver zu gestalten, dazu hatte die Gemeindeverwaltung und das begleitende Büro „Energielenker“ die Alverskirchener im Vorfeld aufgerufen. Das so genannte Gemeindeentwicklungskonzept bietet die Möglichkeit, Wünsche zu äußern und Maßnahmen anzuregen. Es hatte zuvor bereits einige Veranstaltungen dazu gegeben.

Mittwoch, 05.02.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 07:50 Uhr
Spaziergang für das Gemeindeentwicklungskonzept: Impulse zu liefern, um ihren Ort für möglichst alle Generationen attraktiver zu gestalten, dazu hatte die Gemeindeverwaltung und das begleitende Büro „Energielenker“ die Alverskirchener im Vorfeld aufgerufen.
Spaziergang für das Gemeindeentwicklungskonzept: Impulse zu liefern, um ihren Ort für möglichst alle Generationen attraktiver zu gestalten, dazu hatte die Gemeindeverwaltung und das begleitende Büro „Energielenker“ die Alverskirchener im Vorfeld aufgerufen. Foto: Marion Bulla

Nun gab es eine weitere: Den Bürgerspaziergang durch Alverskirchen. Trotz des unangenehmen Wetters mit Nieselregen und Wind waren 25 interessierte Bürger zum Kirchplatz gekommen. „Wer keine Anmerkungen äußert, bewegt auch nichts“, stellte Sebastian Seidel am Samstagmorgen klar. Der Everswinkeler Bürgermeister war mit dem Fahrrad nach Alverskirchen gekommen, und freute sich, dass so viele dem Aufruf gefolgt waren.

Der Ausgangspunkt des Spaziergangs war auch zugleich die erste von fünf Stationen. David Sommer von den „Energielenkern“ hatte sich Notizen aus vorangegangenen Foren gemacht und stellte diese zur Diskussion. Er fragte die Alverskirchener, ob der Kirchplatz so bleiben solle, wie er sei, oder ob man ihn neu beleben solle. Die Meinungen waren geteilt. Die einen gaben zu bedenken, dies sei ein Ort der Ruhe. Andere konnten sich das schon vorstellen, im Schatten der Kirche zu sitzen. „Die Bänke hier könnte man vielleicht neu machen“, warf eine andere Besucherin ein und zeigte auf eine Sitzgelegenheit.

Wer keine Anmerkungen äußert, bewegt auch nichts.

Bürgermeister Sebastian Seidel.

Klar wurde aber, dass ein Begegnungsplatz für alle in Alverskirchen gewünscht ist. Vielleicht an den drei Kastanien gegenüber der Kirche nahe der Bäckerei Abelmann? Doch diese Idee für diesen Standort wurde schnell verworfen – aus verschiedenen Gründen. Zum einen ob der Lautstärke, durch den fahrenden Verkehr verursacht. „Fährt ein Auto vorbei, versteht man kein Wort mehr“, gaben die meisten zu bedenken. Eine weitere Hürde ist zudem, dass die Parkplätze dort absolut vonnöten sind. „Wenn in der Kirche eine Beerdigung oder Hochzeit ist, dann reichen die bei Weitem nicht“, wusste ein Teilnehmer zu berichten.

In Alverskirchen gibt es fünf Spielplätze, einen davon besuchte die Gruppe danach. Nämlich den am Breiten Busch. Während des kurzen Fußwegs sollten die Bürger sich Gedanken darüber machen, ob sie Bedarf für eine Hundewiese im Ort sehen. Das wurde unisono verneint. „Man braucht bei uns nicht weit gehen, um ins Grüne zu kommen. Da haben die Hunde ausreichend Auslauf“, betonte ein Bewohner. Auch die Frage, ob die Bolzwiese zum Hundeauslauf genutzt werden könne, wurde von allen abgelehnt. Die „Tretminen“ wollte man den Kickern nicht zumuten.

Von der Idee, den Spielplatz zu einem Generationenplatz umzugestalten, waren die meisten hingegen begeistert.

Bernd Schumacher vom Planungs- und Bauamt erklärte die Idee: „ Wir möchten die Ausstattung des Spielplatzes für Kleinkinder, die noch nicht auf die Rutsche kommen, optimieren. Also ein Angebot für Kinder von 0 bis drei Jahren. Das gibt es bei uns nicht. Außerdem wollen wir hier etwas anbieten für die ältere Generation. Wie zum Beispiel einen Boule-Platz, eine Balancierstange aber ebenso Sitzgelegenheiten.“ Das kam gut an. Sie habe einen dreijährigen Enkel und der fände das bestimmt ganz toll, wenn seine Oma auch mal etwas anderes mache, bemerkte eine Teilnehmerin begeistert.

Ein weiterer Anlaufpunkt war der Sportverein. Hier stellte sich die Frage, ob man den Anbau eventuell auch als Treffpunkt für andere Vereine nutzen könne. Und an der Brückhausenstraße ging es um seniorengerechtes Wohnen, denn auch dazu gibt es in Alverskirchen kaum Angebote.

Alle Impulse werden in den nächsten Wochen analysiert und auf Realisierbarkeit ausgewertet, verkündeten die Verantwortlichen. Im Frühjahr wird es eine weitere Veranstaltung geben, wo die Entwicklung dann etwas konkreter diskutiert werden soll.

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