Zukunftswerkstatt des Kulturkreises
Ehrenamt macht glücklich

Everswinkel -

Der Kulturkreis Everswinkel blickte in die Zukunft. Wie kann man neue Mitwirkende im Verein gewinnen, wie lassen sich kulturelle Angebote auch in den nächsten Jahren zu attraktiven Preisen gewährleisten. Diese und andere Fragen wurden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt diskutiert.

Freitag, 07.02.2020, 07:38 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 15:06 Uhr
Erfreulich war die Resonanz auf das Werkstatt-Treffen des Kulturkreises.
Erfreulich war die Resonanz auf das Werkstatt-Treffen des Kulturkreises.

Es ist ein in vielen Bereichen der heutigen Gesellschaft zu beobachtendes Phänomen: veränderte Arbeitsbedingungen und ein wesentlich höheres Freizeitangebot haben oftmals eine nachlassende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, zur Folge. Doch noch immer ist etwa ein Drittel aller Bundesbürger ehrenamtlich tätig. Warum setzen sich diese Personen für andere ein, ohne für ihre Arbeit bezahlt zu werden? Wie kann man weitere Mitstreiter in Sachen Kultur gewinnen? Unter anderem diese Fragen stellte sich kürzlich der Kulturkreis im Rahmen einer ganztägigen Zukunftswerkstatt.

Die derzeit aktiven Mitglieder im Kulturkreis nennen verschiedene Gründe für ihr Engagement, zum Beispiel die Freude, zusammen mit Gleichgesinnten Veranstaltungen zu planen und durchzuführen. Wichtig sei dabei immer, dass jeder Mensch das Betätigungsfeld finde, was ihm liege. Einer könne gut planen, der nächste packe an, und für wieder andere seien die Kontakte zu Künstlern neu und spannend. Wenn das Verhältnis von Zeitaufwand und Ergebnis stimme, führe das zu ungeahnten Glücksmomenten - als Ausgleich zu einem anstrengenden beruflichen Alltag. Junge Menschen lernten sich und ihre Talente und Neigungen manchmal erst über ein Ehrenamt kennen. Die Erwähnung einer ehrenamtlichen Tätigkeit in Bewerbungen sei oftmals ein nicht zu unterschätzender Faktor. „Genügend gute Gründe also für ein Ehrenamt“, unterstrich Vize-Vorsitzender Herbert Schulze.

Ideen sammelte und stellte der Vize-Vorsitzende Herbert Schulze vor.

Ideen sammelte und stellte der Vize-Vorsitzende Herbert Schulze vor.

17 Mitglieder hatten sich zusammengefunden, um zu diskutieren, wie man möglichst vielen Everswinkelern auch in den nächsten fünf Jahren Kultur in den verschiedenen künstlerischen Sparten zu erschwinglichen Preisen mit niedrigen Zugangsschwellen anbieten könne. Sie machten sich Gedanken über Bereiche wie Vorstandsnachfolge, Mitgliedergewinnung, neue Kommunikationswege und Jugendarbeit. Erfrischende Impulse und reizvolle Projekte kristallisierten sich in den verschiedenen Arbeitsgruppen heraus und wurden anschließend im Plenum diskutiert. Nun geht es an die Umsetzung, und dazu sind alle Mitbürger eingeladen.

Ein erster Schritt ist der geplante „Kulturkreisel“ – ein Offener Treff für alle, die gerne über die verschiedenen Facetten kulturellen Lebens diskutieren und sich auch aus erster Hand über ehrenamtliche Kulturarbeit informieren lassen wollen. Der Kulturkreis appelliert an alle gleich welchen Alters: „Seien Sie mutig und probieren Sie bei uns aus, was Ihnen gefallen könnte.“

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