Einführung des neuen Pfarrers Pawel Czarnecki
Pfarrstelle „im Südhang des Weinbergs“

Everswinkel -

Der erste Eindruck, den Menschen bei der Begegnung mit anderen hinterlassen, ist bekanntlich von großer Bedeutung. Pawel Czarnecki konnte bei seiner Einführung als neuer leitender Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Magnus/St. Agatha gleich viele Sympathiepunkte für sich verbuchen.

Dienstag, 11.02.2020, 07:24 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 07:40 Uhr
In einem feierlichen Gottesdienst wurde der neue Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Magnus-St. Agatha, Pawel Czarnecki, ins Amt eingeführt.
In einem feierlichen Gottesdienst wurde der neue Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Magnus-St. Agatha, Pawel Czarnecki, ins Amt eingeführt. Foto: Günther Wehmeyer

Die Begrüßungsworte und die Predigt von Pfarrer Czarnecki sowie die Grußworte von Martin Drzysla als Vorsitzender des Pfarreirates und von Heinz Kemker für den Kirchenvorstand ließen die gegenseitige Freude über das künftige Miteinander erkennen.

Zu Beginn seiner Predigt zeigte der neue Pfarrer seine Verbundenheit mit den Messdienern.

Zu Beginn seiner Predigt zeigte der neue Pfarrer seine Verbundenheit mit den Messdienern. Foto: Günther Wehmeyer

Zu Beginn des festlichen Gottesdienstes verlas Dechant Andreas Rösner die Ernennungsurkunde von Bischof Felix Genn und übergab dann die Feier des Gottesdienstes an den neuen Pfarrer. Dessen erste Worte, „Ich freue mich, jetzt hier zu sein“, wurden von einem herzlichen Begrüßungsapplaus begleitet. Zu Beginn seiner Predigt zeigte er seine Verbundenheit mit den Messdienern, die in der ersten Reihe saßen. Den ersten Tag in seiner neuen Gemeinde verglich Czarnecki mit dem ersten Schultag der Messdiener, über den die Gefragten gerne Auskunft gaben. „Heute bin ich genauso gespannt auf das was kommt wie Ihr am ersten Schultag.“

Aufgrund der derzeitigen Bauarbeiten in der Pfarrkirche St. Magnus fand der Gottesdienst im Saal der Waldorfschule statt.

Aufgrund der derzeitigen Bauarbeiten in der Pfarrkirche St. Magnus fand der Gottesdienst im Saal der Waldorfschule statt. Foto: Günther Wehmeyer

An die Gemeinde gewandt freute sich der neue Pfarrer darüber „dass der Bischof mir eine Pfarrstelle in der Südhanglage im Weinberg des Herrn zugewiesen hat“. Das Leben in der Kirchengemeinde verglich er mit einem Acker, der in Everswinkel und Alverskirchen in den letzten Jahren gut bestellt worden sei. Wie an vielen Stellen im Land sei der Acker leider dabei, seine Fruchtbarkeit zu verlieren, was an den zurückgehenden Gottesdienstbesuchern abzulesen sei. Damit dieser Acker wieder fruchtbarer wird, bedürfe es unter anderem einer christlichen Erziehung im Elternhaus und persönlicher Begegnungen, die helfen, im Glauben zu wachsen. „Die ersten Wochen in dieser Gemeinde machen mich hoffnungsfroh, denn ich glaube, dass mein polnischer Sturkopf und der sprichwörtliche westfälische Dickschädel gut miteinander harmonieren werden“, zeigte sich Pfarrer Czarnecki zuversichtlich, „denn in beiden steckt ein weicher Kern“.

Die ersten Wochen in dieser Gemeinde machen mich hoffnungsfroh.

Pfarrer Pawel Czarnecki

Für den Pfarreirat fand Martin Drzysla herzliche Begrüßungsworte. Dabei griff er das Motto der Kirchengemeinde auf, „Türen öffnen, Glauben feiern, leben und teilen“. „Wir freuen uns, mit Ihnen, dieses Motto mit Leben zu erfüllen“, richtete Drzysla den Blick nach vorn. „Und dafür haben wir mit Ihnen genau den Richtigen gefunden.“ Für den Kirchenvorstand hieß Heinz Kemker den neuen Pfarrer herzlich willkommen. „Mit Ihnen als ‚Arbeiter im Weinberg‘ werden wir viele Baustellen zu beackern haben“, verwies Kemker auf die baulichen Maßnahmen in der Kirche und in den Kindergärten.

Herzliche Begrüßungsworte gab es von Martin Drzysla vom Pfarreirat, Heinz Kemker vom Kirchenvorstand und Bürgermeister Sebastian Seidel (v.l.).

Herzliche Begrüßungsworte gab es von Martin Drzysla vom Pfarreirat, Heinz Kemker vom Kirchenvorstand und Bürgermeister Sebastian Seidel (v.l.). Foto: Günther Wehmeyer

Bürgermeister Sebastian Seidel zitierte Hermann Hesse: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. „Wir haben heute gespürt, dass Ihrem Anfang ein Zauber inne wohnt, der uns in den nächsten Jahren begleiten wird, und dazu möchten wir Ihnen hier eine neue Heimat bieten.“ Pfarrer Stefan Döhner hatte für die Evangelische Kirchengemeinde als Geschenk unter anderem einen Fußball im Gepäck. „Dieser Fußball soll zeigen, dass der Pfarrberuf oft mit Teamgeist verbunden ist, und ich hoffe, dass Sie in Everswinkel diesen Teamgeist spüren werden. Und Sie sollen wissen, Sie sind nicht allein auf dem Spielfeld.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Kirchenchören St. Agatha und St. Magnus sowie vom Frauenchor „Harmonie“. Etwa ein Dutzend Vereine und Verbände waren mit Fahnenabordnungen vertreten. Wegen der Renovierung der Kirche fand die Einführung im Saal der Waldorfschule statt, in dem wegen des großen Andrangs noch Stühle nachgestellt werden mussten.

Pfarrer Stefan Döhner von der Evangelischen Kirchengemeinde schenkte dem neuen katholischen Pfarrer unter anderem einen Fußball als Symbol fürs Teamspiel.

Pfarrer Stefan Döhner von der Evangelischen Kirchengemeinde schenkte dem neuen katholischen Pfarrer unter anderem einen Fußball als Symbol fürs Teamspiel. Foto: Günther Wehmeyer

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