Nistkasten-Aktion von BTA und Verbundschule
Weitere Meisen-Wohnungen

Everswinkel -

Man wird wieder stark mit ihm rechnen müssen. Der Eichenprozessionsspinner (EPS) wird wohl das dritte Jahr in Folge zur Plage werden. Aber die Gegenoffensive läuft. Die Hoffnungen in der Gemeinde ruhen vor allem auf den Meisen. Um denen ein Heim für die jetzt anstehende Brutzeit zu bieten, kooperieren das Bürger-Team Alverskirchen (BTA) und die Verbundschule in einer gemeinsamen Aktion.

Samstag, 29.02.2020, 07:44 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 07:50 Uhr
Umweltberater Bernd Schumacher, Dagmar Gilsdorf vom BTA und Lehrer Ralf Kallscheuer (hintere Reihe v.l.) mit Neuntklässlern der Verbundschule
Umweltberater Bernd Schumacher, Dagmar Gilsdorf vom BTA und Lehrer Ralf Kallscheuer (hintere Reihe v.l.) mit Neuntklässlern der Verbundschule Foto: Klaus Meyer

Dagmar Gilsdorf vom BTA hat dafür erfolgreich Kontakte genutzt. So spendete das Unternehmen Ahmerkamp reichlich Holz, und die Siebt- und Neuntklässler der Verbundschule erwiesen sich im Rahmen des Technik-Unterrichts in drei Doppelstunden als Bastelkönige. 28 Nistkästen wurden aus dem Rohholz zusammengebaut und auch noch teilweise bemalt. Lehrer Ralf Kallscheuer machte sich am Freitag mit einigen Neuntklässlern auf den Weg zum Sportpark Wester, um die Nistkästen an Umweltberater Bernd Schumacher zu übergeben. Einige Exemplare werden dort aufgehängt, andere nahe der Verbundschule und im Möllenkamp. „Wir konnten im vergangenen Jahr hier zwei, drei Mal keinen Sport machen wegen des Befalls der Bäume“, blickt Kallscheuer zurück.

Die Meisen suchen sich ihre Nistplätze, auch über mehrere Kilometer.

Bernd Schumacher

Dagmar Gilsdorf ist von der Vogel-Förderung überzeugt. „Bei uns hat sich der Vogelbestand spürbar vergrößert – trotz Katze und Hund“, bilanziert sie ihre private Nistkasten-Aktion im eigenen Garten. Aufgehängt werden sollten die Kästen jetzt in dieser Zeit, im März beginnt die Brutzeit, macht Schumacher deutlich. 5 000 bis 6 000 EPS-Raupen könne ein Meisen-Pärchen wohl vertilgen – aber die Vögel fressen die Raupen nur im ersten und zweiten Entwicklungsstadium ohne die Brennhaare. Eine andere Aufgabe ist noch weitgehend ungelöst: Wer reinigt im Herbst die Nistkästen? Die Gemeinde sucht dafür Paten. „Es ist schön, wenn wir die Nistkästen aufhängen. Noch schöner ist es, wenn wir sie sauber machen, und die Vögel im nächsten Jahr wiederkommen.“

Auch der Kreis macht mobil in Sachen Nistkästen. An der K3 hängen schon über 100 Exemplare im Bereich Warendorf. Die Reihe soll bis zum Grothues in Everswinkel fortgesetzt werden.

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